Elektrostatische Aufladungen

Elektrostatische Aufladungen treten nahezu überall in unserem Alltag auf. Erst ab einer bestimmten Stärke der elektrostatischen Entladung ist diese für den Menschen wahrnehmbar. Die bekannteste Wahrnehmung ist das Spüren eines elektrischen Schlags, wenn ein geerdeter Körper, z. B. ein Heizkörper berührt wird. Weiterhin kann der Blitz einer Entladung in dunkler Umgebung mit dem Auge wahrgenommen werden. Wichtig ist zu wissen, dass viele elektrostatische Entladungen, die unter der Wahrnehmbarkeitsschwelle des Menschen liegen, durch den Menschen nicht wahrgenommen werden, obwohl diese in ihrer schädigenden Wirkung genauso kritisch zu betrachten sind wie die wahrnehmbaren Entladungen. Es gilt die Faustformel, dass elektrostatische Entladungen durch den Menschen erst ab ca. 2.000 V wahrgenommen werden. Elektrostatische Aufladungen selbst können beispielsweise durch elektrostatisch aufladbare Stoffe, z. B. Papierschnipsel, visualisiert werden.

Fahrzeuge laden sich durch die Reibung der Gummireifen auf der Straße auf. Dieser Effekt wird jedoch oft überschätzt - der Reifengummi weist in der Regel eine ausreichende Leitfähigkeit auf, um die Ladungen abzuleiten. Beim Aussteigen beobachtete Entladungen rühren meist von der Reibung der Kleidung auf dem Polstermaterial der Autositze her und führen zu einer Aufladung des Fahrers gegenüber der Karosserie. Sie sind daher nicht mit einem sogenannten Antistatik-Band am Heck zu verhindern.

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