Wurzeln

Aufnahme von Wasser

Eine wichtige Aufgabe der Wurzel ist die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Allerdings ist nicht jeder Teil der Wurzel in der Lage dazu. Nur die feinen Wurzelhaare sind dazu befähigt. Sie werden an der Wurzelspitze gebildet, sterben aber schon nach einigen Tagen wieder ab, so dass immer nur der erste Abschnitt der Wurzel (wenige Zentimeter) von ihnen umgeben ist.

Bei Radieschen zum Beispiel kommen etwa 420 Haare auf einen mm² . Man hat errechnet, dass eine Roggenpflanze über 10.000.000.000 (10 Milliarden) Wurzelhaare besitzt. Hintereinandergelegt würden diese eine Strecke von mehr als 10.000 km ergeben und ihre Gesamtoberfläche kommt einem Quadrat von 20 m Seitenlänge gleich (400 m²).

Pfahlwurzler

Pfahlwurzelnde Pflanzen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Hauptwurzel sehr stark ausgeprägt ist. Diese ragt tief in den Boden hinein. Somit versucht die Pflanze einen Zugang zu Wasser und Nährstoffen in den unteren Bodenschichten zu erlangen. Bekannte Pfahlwurzler aus unseren Breiten sind der Löwenzahn, die Kiefer, die Erbse und auch die Rose.

 

Herzwurzler

Am Wurzelstock werden mehrere, unterschiedlich starke Wurzeln ausgebildet. Herzwurzler sind zum Beispiel Buche, Birken, Lärchen und Linden.

 

Flachwurzler

Flachwurzler breiten ihre Wurzeln tellerförmig in den oberen Bodenschichten aus. Zu ihnen gehören Fichten und Weiden. Bei schlechten Bodenverhältnissen können Flachwurzler keinen optimalen Halt finden und sind bei starkem Sturm umstürzen. Bei guten Bodenverhältnissen und auf geeigneten Gesteinen können Flachwurzler oftmals ein gutes Wurzelsystem entwickeln und an ganze Gesteinsbrocken anwachsen. Sie sind dann in der Regel standfest. Auch der Weizen ist ein Flachwurzler.

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