Zirkumpolarsterne

Der Polarstern (auch Nordstern oder Polaris genannt) steht in Verlängerung der Rotationsachse der Erde und wird daher auch als Himmels(nord)pol bezeichnet. Durch die Rotation der Erde um diesen Himmelspol bleibt der Nordstern als einziger Stern an seiner Position, während alle anderen Sterne um ihn herum scheinbare kreisförmige Bahnen beschreiben. Zirkumpolarsterne bilden unter den Sternen eine Ausnahme. Diejenigen Sterne nun, die so dicht am Himmelspol liegen, dass sie nicht untergehen, nennt man zirkumpolar. Zwar ändern in den verschiedenen Jahreszeiten auch sie ihre Stellung, doch bleiben sie trotzdem das ganze Jahr über zu sehen.

 

Von Deutschland aus betrachtet sind das:

der Kleine Wagen,
der Große Wagen,
Kassiopeia,
Perseus,
Kepheus und
der Drache

 

Entscheidend ist, von welchem Breitengrad aus man den Himmel betrachtet. So sind zum Beispiel am Nord- und Südpol alle Sterne zirkumpolar, am Äquator ist es hingegen keiner.

Ein zirkumpolarer Stern des nördlichen Sternenhimmels kann am südlichen Sternenhimmel nicht gesehen werden. Hier ist eher das Gegenteil der Fall: Je weiter die Sterne vom jeweiligen Himmelspol entfernt sind, desto größer die Chance sie auch auf der anderen Erdhalbkugel zu sehen. So ist beispielsweise Sirius ein Stern des südlichen Sternenhimmels, aber er ist im Winter bei uns trotzdem über dem Horizont zu beobachten.

 

Versuche die Zirkumpolarsterne in ihren Sternbildern zu erkennen und verbinde sie mit einem Lineal.

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