Kassiopeia

Die Kassiopeia ist eines der ältesten und bekanntesten Sternbilder. Stets ist sie am Himmel zu sehen, da ihre Sterne zirkumpolar sind. Zwischen der Kassiopeia und dem Großen Wagen befindet sich der Polarstern.

Ihre fünf Sterne bilden ein markantes und einprägsames "W", besonders wenn die Figur unter dem Pol steht, während man in der Stellung über dem Pol eher ein M sieht. Die Amerikaner sprechen daher vom Himmels-M. Viele Völker sahen im Himmels-W eine sitzende Frauengestalt.

 

Aus der griechischen Mythologie

Kassiopeia war eine sehr schöne Frau und sich dessen auch bewusst. Sie prahlte vor den Meeresnymphen damit, dass sie noch schöner sei als sie. Solchermaßen beleidigt wandten sich die Nymphen an ihren Freund, den Meeresgott Poseidon, und ließen ihn nicht nur eine große Flut über das Land bringen, sondern auch ein alles verschlingendes Ungeheuer Cetus auftauchen. Ein Orakelspruch versprach nur dann die Befreiung von diesen Plagen, wenn die Tochter des Königs, die schöne Andromeda, an einen Felsen gebunden und dem Ungeheuer zum Fraß vorgeworfen würde.

In ihrer Not stimmten die königlichen Eltern diesem Handel zu und banden ihre Tochter an die steile Küste. In allerletzter Sekunde jedoch konnte der Held Perseus das Ungeheuer in einem dramatischen Kampf erschlagen und Andromeda retten. Er verlangte von den Eltern als Preis für die Rettung Andromedas die Hand der lieblichen Gefangenen und bekam gleich noch das Königreich als Mitgift angeboten.

Ihre Mutter Kassiopeia hingegen wurde zur Strafe für ihren Hochmut an ihren Thron gekettet, auf dem sie nun immerfort den Polarstern umkreisen muss - einen Teil der Zeit auch kopfüber.

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