Der Große Wagen

Der Große Bär gehört zu den ältesten und bekanntesten Sternbildern. Sehr viele Völker sahen in ihm einen Bären. Seine sieben hellsten Sterne stellen wohl das bekannteste Sternbild dar, den Großen Wagen.

Bildquelle

Griechische Mythologie

Laut der griechischen Mythologie ist das Sternbild „Großer Bär" folgendermaßen entstanden: Kallisto war eine wunderschöne Nymphe. Sie zählte zu den Jungfrauen im Gefolge der Jagdgöttin Artemis. Zeus, der Gefallen an ihr gefunden hatte, lauerte ihr beim Baden auf und verführte sie. Nachdem Artemis Kallistos Schwangerschaft entdeckt hatte, verstieß sie Kallisto. Alleine im Wald gebar sie ihren Sohn Arkas. Als Hera den Seitensprung von Zeus entdeckte, verwandelte sie Kallisto in eine zottige Bärin und nahm ihren Sohn zu sich. So musste die arme Kallisto ohne menschliche Stimme im einsamen Bergwald überleben. Arkas, ihr Junge wuchs zu einem tüchtigen Jäger heran. Eines Tages, als er wieder auf der Jagd war, traf er auf die Bärin. Kallisto erkannte ihren Sohn, konnte ihn aber nur mit einem Brummen begrüßen. Sie richtete sich auf, um ihn vor Freude zu umarmen. Arkas sah aber nur eine Bärin, deren Klauen und scharfe Zähne und wie sich bedrohlich aufrichtete und wollte sie mit einem Speer töten. Doch da griff Zeus ins Geschehen ein und verhinderte das Unglück, indem er beide an den Himmel setzte. Die Mutter als Großen Bären und den Sohn als Bärenhüter Bootes.

Eine andere Version ...

... erzählt, dass Zeus Kallisto selbst in eine Bärin verwandelte, um sie vor seiner eifersüchtigen Gattin zu verbergen. Er wollte sie an den Himmel setzen, wo sie ihm das ganze Jahr zur Verfügung steht, denn als zirkumpolares Sternbild geht sie nie unter. So packte Zeus Kallisto sehr unsanft am kurzen Schwanz und schleuderte sie hinauf. Dadurch wurde der Stummelschwanz in die Länge gezogen und das ist auch die Erklärung dafür, warum der Schwanz zoologisch gesehen um so vieles zu lang ist. Ihr kleiner Sohn Arkas, der verzweifelt nach seiner Mutter sucht, wir hier als Kleiner Bär auch an den Himmel versetzt.

Kommentar
12.06.2018 | Christa Leitenberger | Mutter, Groß- und Urgroßmutter
Was für eine durch und durch künstlerische und höchst kreative Möglichkeit und Methode für den Erwerb der schriftlichen Sprache! Danke!
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