Stilleben arrangieren, fotografieren und zeichnen

Ein Beitrag von Axel Schliwa

Stillleben werden gern kompliziert arrangiert, schlecht vor ungeeigneten Hintergründen ausgeleuchtet, und sind oft von der Idee, dass ein Gegenstand immer als Ganzes abgebildet werden muss, geprägt. Dabei sind Ausschnitte oft viel interessanter. Ein Schatten kann durchaus mit zum Motiv gehören.

Der ästhetische Sinn wahrzunehmen, was eine gute Bildkomposition ist, muss oft erst noch geweckt werden. Was von einem guten Foto noch übrigbleibt, wenn man die Farbe ausblendet und in die Graustufen wechselt, ist manchmal ernüchternd.

Was gibt es zu beachten?

  1. Chaos – bewusste Zusammenstellung: Die Freude witzige Stillleben aufzubauen, die letztlich zu schwer zum Zeichnen sind, sollte man den Schülern nicht vorenthalten. Dazu ist es sinnvoll in einer Unterrichts Stunde ein Photographen-Team von drei – vier Schülern ca. 10 Minuten zusammenarbeiten zu lassen.
  2. Aufbau: Wenn eine Reihe Fotos fertig sind, werden diese nach Ästhetik und Verwendbarkeit als Zeichenvorlage geprüft.
  3. Ausschnitt: Ein Photo muss nicht zwingend als Ganzes genommen werden. Auch durch einfachste Bildbearbeitungsprogramme kann man einen Ausschnitt wählen. Diese Übung hilft, beim nächsten Photo gleich darauf zu achten, welcher Ausschnitt interessant sein könnte.
  4. Schatten: Schattenpiele geben viele Variationsmöglichkeiten zwischen Objekt und Hintergrund.

Die Fotos sind eine gute Ausgangsbasis für das Zeichnen. Man hat immer denselben Blickwinkel der das ideale Motiv sichtbar macht.

Beim Zeichnen ist als Grundregel:

  1. immer vom Großen ins Detail arbeiten
  2. hauchdünne Linien anvisieren
  3. dann erst Grauwerte Ausarbeiten
  4. zum Schluss Linien betonen
     


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