Charakter der Hölzer

Ein Beitrag von Axel Schliwa

Holz ist nicht gleich Holz. Das merkt jeder, der damit arbeitet. Auch künstlerisch lässt sich der Charakter der Hölzer gut veranschaulichen.

Birke
Das Holz der Birke ist hell und wenig gemasert. Feucht ist es, weich und biegsam. Frisch geschnitten lässt sich gut damit schnitzen. Trocknet das Holz wird es fest und hart.

Ahorn
Das Holz ist hell, fein, sehr hart und beständig. Aus diesem wertvollen Schnitzholz wurden früher Werkzeuge, Tischplatten und Wagenräder gebaut.

Esche
Das helle Holz der Esche ist hart und trotzdem elastische. Die Maserung verläuft gerade. Man schnitzt es am besten feucht und lässt es langsam trocknen.

Kirsche
Wir brauchen viel Kraft um das harte Kirschholz zu schnitzen. Es muss langsam trocknen, damit es nicht reißt. Im rötlichen Holz zeigt sich eine schöne Maserung.

Weide
Die Weide wächst gern am Wasser. Sie ist der Baum, der mit den Weidenkätzchen im Frühling den Bienen Nahrung bringt. Die Rinde der frischen Triebe leuchtet gelbgrün und lässt sich leicht vom Holz lösen. Das Holz ist weich und lässt sich feucht ganz leicht schnitzen. Es eignet sich gut zum Bau von Flitzebögen, denn es ist biegsam und elastisch. Die dünnen Zweige der Trauerweiden finden beim Korbflechten Verwendung. Beim Trocknen wird das Weidenholz hart. Damit es keine Risse gibt, muss es langsam getrocknet werden.
 

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