Eine Maske aus Pappmaché anfertigen

Ein Beitrag von Axel Schliwa

  1. Damit eine ausgeprägte Gesichtsform entsteht, braucht es einen Tonkern, auf dem die eigentliche Maske aufgebaut werden kann. Ein Klumpen Ton, der kleiner als das Kopfmodell sein muss, dient als gut zu entfernender Unterbau für den Tonkern. Damit er sich nicht mit dem Material der Maske verbindet, umhüllt man ihn mit Frischhaltefolie. Dies hat den Vorteil, dass sich die eigentliche Tonmaske, wenn der Unterbau entfernt ist, besser aus der noch empfindlichen Pappmaché Maske herausnehmen lässt.
  2. Am besten trägt man mit andersfarbigem Ton die eigentliche Maskenform auf. Die Wandstärke sollte mindestens einen Zentimeter dick sein. Das hat den Vorteil, dass die Tonmaske dann auch gebrannt werden kann. Es gibt dann von einem Modell eine Ton- und eine Pappmachémaske. Weil durch das Belegen mit Pappmaché einiges an Kontur verloren geht, darf bzw. soll die Tonmaske kräftig überzeichnet werden. Außerdem wird durch das Überzeichnen der Charakter intensiver.
  3. Weil man durch die Augen der Masken sehen will, sollten die Augen hohl bleiben.

Falls in der Zeit nicht alle Masken nicht fertig geworden sind, können die Arbeiten in Gefrierbeuteln, Frischhalte- oder Alufolie feucht gehalten werden.

 

Aufbau von Pappmaché

Das Arbeiten mit Kleister ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit. Der Lehrer sollte sich darüber klar sein, wenn er das Klassenzimmer für diese Arbeit wählt. 

  1. Wenn die Tonmaske geglättet ist, wird sie ganz fein mit dünner Frischhaltefolie abgedeckt. Es ist nicht möglich direkt auf den Ton Pappmaché aufzutragen. Es würde am Ton, der natürlich auch trocknet, festkleben.
  2. Das Pappmaché stellt man aus möglichst dickem Papier her. Es wird aber nicht angerührt, sondern die Papierfetzen werden in Tapetenkleister für besonders schwere Tapeten eingetaucht und überlappend aufgelegt. Wenn eine Lage liegt, sollte man die nächste Lage aus einem anders getönten Papier anfertigen. So haben die Schüler die Kontrolle das jede Lage vollständig ist. 4-5 Lagen sind hinreichend. Es gibt auch Zusätze zum Kleister, der ihn feuchtigkeitsbeständig machen. Wer die Augen gleich richtig anlegen will, sollte die Augenlieder mit doppelten Papierstreifen gezielt legen, damit eine schöne Kante entsteht. Anderenfalls muss nach dem Trocknen das Auge mit einem scharfen Schnitzmesser aufgeschnitten werden.
  3. Auch die unteren Kanten der Maske sollten mit einem sauber gefalteten Papierstreifen verstärkt sein. So entsteht ein schöner Rand und ausgefranste Kanten werden vermieden.
  4. Bei Raumtemperatur und entsprechender Luftfeuchtigkeit braucht die Maske 1-2 Tage zum Trocknen. Dann kann der Tonkern entnommen werden.

 

Trennung von Tonkern, Tonmaske und Pappmachémaske

  1. Der Unterbau ist leicht zu entfernen.
  2. Die Tonmaske ist nun biegsam und lässt sich meist als ganzes Teil herausnehmen. Falls es besonders bei hintergriffigen Nasen zu Rissen kommt, lassen diese sich meist leicht reparieren. Die fertigen Arbeiten lässt man trocknen. Nach dem Brand in einem Tonbrennofen sind sie stabiler.
  3. Geglättet und im Tonofen gebrannt, kann sie angemalt und als Wandschmuck benutzt werden.
  4. Die Pappmachémaske stabilisiert man an den Kanten durch Papierverstärkungen. Das gibt gerade und glatte Kanten. Weiter lassen sich auch einzelne Partien mit Holzknetpaste glätten oder plastisch auftragen. Das heißt wenn eine Lippe oder ein Zahn hervorgehoben werden soll, wird ein vormodelliertes Teil einfach aufgeklebt.
  5. Wer mit der Maske einen Auftritt hat, bestreicht sie von innen noch mit einem wasserfesten Lack oder verdünntem Holzleim. Das verhindert, dass die Atemfeuchtigkeit das Pappmaschee auflöst.
     

 

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