Bau von Windrädern

Ein Beitrag von Harald Pfeiffer (Werklehrer der Freien Waldorfschule Benefeld)

Projektwoche der Mittelstufe

Im Rahmen der Mittelstufenprojektwoche im Juni 2011 beschäftigte sich eine Gruppe von neun Schülern mit dem Bau von Windrädern.  Das Thema lautete:  „Windräder bringen so manches in Bewegung." Wer sich zu dieser Gruppe anmeldete, sollte genügend Erfindergeist und Freude am Experimentieren mitbringen. Vorgegeben war, dass ein selbstgebautes Windrad eine selbstgebogene Metallkurbelwelle ( Draht) in Drehung versetzt. An dieser Stelle begann nun die Gedankenarbeit der Schüler, denn sie sollten sich überlegen, welche Dinge diese Kurbelwelle nun spielerisch in Bewegung bringen könnte.

Die Schüler kamen schnell auf viele Ideen, doch es galt nun zu prüfen, ob diese Ideen auch mit unseren Möglichkeiten so umgesetzt werden können, dass das Bewegungsspiel auch funktioniert. Dieser Schritt war für die meisten Schüler eine große Herausforderung, denn hier musste vorausgedacht werden und welche Schwierigkeiten es zu überwinden galt, zeigte sich erst während der Arbeit.

Die vielen Ideen mussten dann doch etwas reduziert werden, da manche Einfälle einfach nicht zu realisieren waren.  Ein Schüler hatte zum Beispiel die Idee einen Gitarristen aus Holz zu bauen. Die Kurbelwelle sollte die Arme des Gitarristen so bewegen, dass er Gitarre spielt.

Dieser Schüler ließ sich schnell davon überzeugen, dass wir lieber einen Trommler nehmen sollten, welcher mit Stöcken in den Händen trommelt. Dieses war leichter umzusetzen und funktionierte dann auch. Die Idee, dass ein boxender Boxer auf einen Boxsack schlägt, fanden mehrere Schüler spontan gut, so dass sich gleich drei Schüler entschlossen, dieses Spiel zu verwirklichen. Weitere Ideen waren ein turnender Reckturner und Pferde, welche sich gegenüber standen und gemeinsam mit ihren Vorderläufen spielten.

Die Schüler waren mit viel Begeisterung bei der Sache und hatten sichtlich Spaß daran, ihre Ideen zu verwirklichen, auch wenn nicht immer alles gleich reibungslos klappte. Viel Fummelarbeit war nötig und oft war nicht gleich zu erkennen, weshalb das ein oder andere Bewegungsspiel nicht gleich so funktionierte wie gewünscht.

Bei der Präsentation der Ergebnisse am Freitag im Pavillon konnten alle Teilnehmer dieser Gruppe  mit Stolz ein fertiges und funktionierendes Bewegungsspiel ausstellen.

Solange etwas Wind durch die Vorgärten weht, in denen die Windräder jetzt wahrscheinlich aufgestellt sind, haben sicherlich auch alle Betrachter noch lange ihre Freude daran.

Die Bilder stammen von Michael Delventhal.   

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