EINFÜHRUNG

Ein Beitrag von Ita Lernpeiss

Bei einer Doppelstunde kann die letzte halbe Stunde der Nebenarbeit gewidmet werden, das muss nicht unbedingt „textile Handarbeit" sein! Die Finger sollen geschickt werden. Man muss sehen, welche Kinder man hat, wie sie ihre Hände gebrauchen und eine entsprechende kleine Aufgabe finden. Die Dinge sollen dem Alter entsprechend machbar, schön und brauchbar sein sowie künstlerisch gestaltet - wo immer dies möglich ist, dazu anregen! Das bedeutet Veranlagung von Ästhetik! Ein gesundes Unterscheidungsvermögen zwischen dem Schönen und dem weniger Schönen kann angelegt werden - nicht übertriebene Pedanterie oder Ästhetizismus, sondern immer wieder auf Ursprüngliches und gute handwerkliche Ausführung schauen. Es darf aber nicht zu schwer sein, dem Kind soll eine tiefe Befriedigung verschafft werden, dass es etwas schaffen kann.

Die Arbeit mit den Fingern und Händen spricht die Seele an, die Arbeit mit den Füßen den Willen. Soziale Zuwendung kann gezeigt werden, indem wir Geschenke für andere fertigen. In jedem Jahr sollen wir stricken - häkeln - nähen - sticken - schneiden - ... mit Stoff - Wolle- Seide - Papier - Filz - Leder - ... die Fertigkeiten und die Materialkenntnisse können sich so steigern und mitwachsen.

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