Der Prophet Daniel - Transparentbilder

Ein Beitrag von Andreas Geiger

Durchlichtung der Materie – TRANSPARENTBILDER

„Nach und nach entdeckte ich die Möglichkeiten, die sich durch das Schichten von dünnen Papieren auftun. Feinste Abstufungen, Schattierungen der Helligkeit und Farbintensität; vor allem eine unglaubliche, fast grenzenlose Vielfalt an Farbnuancen. Ein rotes Papier über ein blaues gelegt, ergibt im Durchlicht eine andere Violett-Nuance, als wenn das rote Papier unter dem blauen liegt …“

Die Illustration einer Geschichte mit Transparentbildern könnte ein Projekt in der Kunst der Oberstufe sein. Es folgen Bilder von Andreas Geiger. Lesen Sie dazu auch den Beitrag: ANDREAS GEIGER: Wie meine Transparentbilder entstanden.

Im Zweistromland herrschte einst ein mächtiger König. Er hieß Nebukadnezar und war ein Tyrann. Von Assyrien bis Ägypten waren ihm alle Länder Untertan. Seine Stadt Babylon baute er mit einer Pracht aus, die es sonst nirgends gab: die Türme ragten himmelhoch, die Paläste waren prunkvoll ausgestattet und mit weitschweifigen Gärten und Wasserspielen umgeben; der Verkehr bewegte sich über breite Straßen und Plätze. Unüberwindlich schienen die Stadtmauern zu sein. Millionen von Ziegelsteinen wurden in all diesen Bauwerken vermauert - und jeder einzelne Stein trug das Siegel mit dem Namen des ehrgeizigen Herrschers ... Auch Jerusalem eroberte Nebukadnezar. Er raubte den Tempel aus und verschleppte jüdische Bewohner aus der heiligen Stadt - es waren allesamt kluge und geschickte Jünglinge von edler Abkunft. Sie sollten ihm an seinem Hofe dienstbar sein. Unter diesen Kindern Judas waren auch Daniel, Hananja, Misael und Asarja, von denen hier berichtet wird.

Der König selbst bestimmte, was man ihnen täglich zu essen geben sollte, nämlich von der gleichen Speise und dem Wein, die er selbst genoss. Die Jünglinge erlernten die chaldäische Sprache und Schrift. Sie wurden in babylonischer Art gekleidet. Alles, was am Königshofe Brauch und Sitte war, mussten sie annehmen. Auch ihre Namen wurden geändert, sie bekamen neue. In ihrem Glauben blieben sie jedoch dem Gott ihrer Väter treu. Und weil sie sich mit Fleisch und Wein nicht verunreinigen wollten, baten sie den Kämmerer, ihnen zu den Mahlzeiten Gemüse und Wasser zu geben. Anfangs zögerte der Mann, denn er fürchtete sich vor Bestrafung. Doch die Jünglinge überredeten ihn, es zehn Tage zu versuchen. Nach den zehn Tagen waren sie schöner und besser bei Leibe als alle Knaben, die von des Königs Speise gegessen hatten. Und als die Zeit der Probe um war, wurden sie hinein gebracht vor Nebukadnezar. Er redete mit ihnen und fand sie in allen Dingen, die er fragte, zehnmal klüger als die Weisen seines Reiches. So wurden Daniel, Hananja, Misael und Asarja Diener und Vertraute und Ratgeber des Königs.

Einst hatte Nebukadnezar einen starken Traum, der ihn beunruhigte und erschreckte. Er rief seine Ratgeber und forderte sie auf: "Sagt mir den Traum, den ich geträumt habe!" Die Ratgeber wunderten sich: " O König, wenn du wissen willst, welche Bedeutung dein Traum hat, so können wir es sagen. Aber vorher musst du uns mitteilen, was du geträumt hast. Erraten können wir das nicht." "Nein! " rief Nebukadnezar heftig. "Dieser Traum war nicht allein für mich bestimmt, sondern für alle Menschen auf der Welt. Und deshalb, - wenn ihr weise Ratgeber seid, - solltet ihr ihn kennen! Ich sehe aber, dass ihr nichts wisst und euch herausreden wollt, weil ihr merkt, dass ich vergessen habe...". "Was du verlangst, allmächtiger Herrscher, vermag kein Mensch auf Erden" erwiderten die Ratgeber. "Wir bitten dich, teile uns deinen Traum mit, dann können wir ihn deuten". Da brach die Wut aus Nebukadnezar hervor: er jagte die Ratgeber hinaus und gab Anweisung, alle Weisen im Lande einzufangen und zu töten. Davon waren auch Daniel und seine Freunde aus Jerusalem betroffen. Es gelang ihnen jedoch, eine Gnadenfrist bis zum nächsten Morgen zu bekommen. Und sie beteten. - Im Gebet wurde Daniel der Traum offenbar. Er ließ sich am anderen Tag vor den Herrscher führen.

Daniel sprach zu Nebukadnezar: "Du sahst ein großes, glänzendes Bildnis vor dir stehen, es war schrecklich anzusehen. Das Haupt war von Gold, Brust und Arme von Silber, der Bauch und die Lenden von Kupfer, die Schenkel von Eisen. Und die Füße waren aus Ton. Das sahst du. Da fuhr ein Stein herab vom Himmel, den keine Hand geworfen hatte. Der Stein schlug auf die Füße aus Ton. Sie zerbrachen und das Bildnis stürzte ein. Alles Gold, Silber, Kupfer und Eisen wurde zermahnt.

Und aus dem Stein, der das Bildnis zerbrach, wurde ein Fels, ein Hügel und dann ein Berg. Ein ganzes Gebirge türmte sich auf, das alle Schätze unter sich begrub. Das war dein Traum. So war er, o König. Der Traum bedeutet: du, König, bist das goldene Haupt. Nach dir werden Geringere sein, wie Silber und Kupfer. Dann folgt eine Herrschaft, die wird hart sein wie Eisen. Und das letzte Reich wird zerbrechen wie Ton. So wie der Stein zu einem Berg anwuchs, so wird der Gott des Himmels ein neues Königreich errichten auf den Trümmern der alten Reiche. Aber das neue Land wird nimmermehr zerstört werden." Da fiel Nebukadnezar auf sein Angesicht und betete vor Daniel, weil ihm das Verborgene geoffenbart worden war. Daniel aber wurde zum Fürsten erhoben und auch seine drei Freunde erhielten hohe Ämter.

Unter den Chaldäern in Babylon gab es aber ebenfalls Fürsten. Diese neideten den Freunden die Ehre und suchten einen Anlass, um sie zu Fall zu bringen. Es geschah, dass Nebukadnezar ein großes Monument errichten ließ im freien Felde vor der Stadt; es war 60 Ellen hoch. Alle Fürsten, Herren, Richter, Vögte, Landpfleger und Amtsleute waren zur Einweihung geladen. Sie sollten beim Schall der Posaunen niederfallen und das Bildnis anbeten. Wer dem nicht folgte, sollte nach dem Willen des Königs im Feuerofen verbrannt werden. Hananja, Misael und Asarja waren dazu nicht bereit.

Das hinterbrachten die Neider sogleich dem König. Er befahl die Freunde zu sich und sprach: "Wie? Wollt ihr meinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten, das ich habe setzen lassen? Wohlan, schickt euch! Noch einmal werden die Posaunen klingen für euch drei. Werdet ihr euch nicht beugen, so seid ihr des Todes! Wer könnte euch aus meiner Hand erretten?" Die Jünglinge antworteten: "Lasst die Posaunen schweigen. Wir werden uns nicht beugen vor dem Götzenbild. Unser Gott, den wir ehren, wird uns retten aus dem Ofen und aus deiner Hand". Da ergrimmte Nebukadnezar und befahl, die Jünglinge zu fesseln und in den Ofen zu werfen.

Man hatte aber so stark eingeheizt, dass die Männer, die die Jünglinge hineintrugen, von den Flammen verdarben. Nebukadnezar wollte wissen, was im Ofen vorgeht und trat selbst an das Ofenloch. Da entsetzte er sich, denn er sah Gestalten, die wandelten ohne Fesseln frei umher in der Glut und Flammenhitze. Aber siehe: es waren ihrer VIER! Und das Feuer vermochte ihnen nichts anzuhaben! Der König rief, sie sollten heraus kommen. Und sie kamen vor ihn: Hananja, Misael und Asarja - unversehrt, nicht einmal Brandgeruch war an ihnen! Da rief Nebukadnezar: "Gelobt sei euer Gott, der seinen Engel zu euch gesandt und euch gerettet hat - weil ihr ihm vertraut habt! " Darauf verbot Nebukadnezar bei harter Strafe, den Gott der Juden zu verlästern. Die drei Jünglinge aber hielt er in Ehren und gab ihnen Macht.

Nebukadnezar war zu jener Zeit der mächtigste Herrscher auf der Erde. Er dünkte sich ein Gott zu sein. Dennoch machte ihm wiederum ein Traumgesicht Furcht. Er befragte alle Klugen im Lande, aber keiner konnte den Traum deuten - nur Daniel. Der König sprach zu ihm: "Ich lag auf meinem Bett in Ruh`. Da kam der Traum über mich. Ich sah einen Baum im freien Feld. Der war so groß, dass seine Zweige sich ausbreiteten bis ans Ende der Welt und ans Himmelsgewölbe. Er trug Früchte vieler Art, davon sich alles Lebendige ernährte; in seinem Schatten wohnten Tiere und die Vögel saßen in seinen Zweigen. Da fuhr ein heiliger Wächter vom Himmel herab und befahl, den Baum zu fällen.

Alles Blattwerk und die Früchte sollten zerstreut werden, der Stamm sollte im Gras liegen, so dass der Himmels-Tau darauf fiele; und sollte sieben Zeiten lang liegen. Nur der Wurzelstock sollte erhalten bleiben. Dies sei beschlossen im Rat der Wächter, damit die Menschen erkennen: Der Höchste hat Gewalt über sie."

Als der König geendet hatte, war Daniel tief betroffen und schwieg lange Zeit. Endlich fand er wieder Worte: "O König, dass dieser Traum doch deinen Feinden gälte! Aber nein, du selbst bist dieser Baum! Du wirst fallen, man wird dich verstoßen und du musst bei den Tieren auf dem Felde bleiben. Du wirst Gras fressen wie die Ochsen und unterm Tau des Himmels liegen - doch deine Wurzel wird bleiben. Wenn sieben Zeiten um sind und du erkennst, welche Macht die Himmelskräfte haben, so kannst du wieder aufstehen."

Zwölf Monate später stand Nebukadnezar auf dem Dach seines Palastes und sah voll Stolz auf seine Stadt hinab: "Da bist du, mein Babylon! Ich habe dich gebaut zum Ruhme meiner Herrlichkeit!“ Indem er dies redete, kam das irre Wesen über ihn und er gebärdete sich wie ein Tier.

Da wurde er verstoßen vom Herrschersitz und irrte wie ein Vierfüßler durch die Steppe. Die Haare und die Nägel wuchsen ihm lang, er aß Gras wie ein Ochse und schlief unterm Tau. Aber nach dieser Zeit hob er die Augen auf, kam wieder zu Vernunft und erkannte den Höchsten im Himmel. Er lobte und pries Gott den Herrn in seiner Größe. Seine Ratsherren suchten Nebukadnezar und setzten ihn wieder auf den Thron.

So regierte Nebukadnezar 42 Jahre lang. Seinen Nachfolgern hinterließ er ein mächtiges Reich. Aber sie wussten nicht, es zu bewahren; an Pracht fehlte es ihnen nicht, aber an Weisheit. Der letzte König von Babylon hieß Belsazar. Er hielt mit seinen Vasallen oft große Trinkgelage. Bei solch einem Gelage, in der Nacht, überkam ihn die Laune, die heiligen Gefäße, die Nebukadnezar einstmals aus dem Tempel in Jerusalem geraubt hatte, holen zu lassen. Die Zecher tranken ihren Wein daraus.

Wie sie da so saßen und plauderten, erschien eine weiße Hand, die fing an zu schreiben an der Wand. Gespenstisch war das, und Belsazar fürchtete sich so, dass er am ganzen Leibe zitterte. Aber niemand konnte die Schrift lesen. Da besann sich die Königin auf Daniel, der einstmals Ratgeber des Königshauses gewesen war. Daniel wurde herbeigerufen. Er konnte die Schrift lesen. Er wusste auch die Bedeutung und sprach: "Es steht geschrieben: MENE TEKEL EPHARSIM.

... MENE bedeutet: gezählt. Gott hat deine Tage gezählt und vollendet, Belsazar!
... TEKEL heißt: gewogen. Man hat dich gewogen und für zu leicht befunden, Belsazar.
...EPHARSIM ist Persien. Dein Reich wird an die Perser gehen, Belsazar!". So sprach Daniel vor dem König.

Alles, was Daniel vorausgesagt hatte, trat ein: Belsazar wurde in derselben Nacht ermordet. Der Perserkönig Darius nahm bald darauf Babylonien ein - fast ohne Kampf - und wurde vom Volk als ein Befreier verehrt.

Für alle Juden in Babylonien brach damit eine neue, eine bessere Zeit an. Die Kräfte, die sie aus ihrem Glauben schöpften und die besonderen Fähigkeiten dieses Volkes schätzte Darius hoch. Auch vom Propheten Daniel wusste er schon zuvor und brachte ihm die größte Hochachtung entgegen. Ja, der König wollte Daniel sogar die Führung des babylonischen Reiches anvertrauen. Aber je höher er Daniel stellte, desto mehr wuchsen indessen auch der Neid und die Missgunst der chaldäischen Fürsten. Doch fanden sie nichts, was sie Daniel hätten anhängen können. Deshalb machten sie ein Gesetz, das dreißig Tage lang gelten sollte: mit dem Tode in der Löwengrube sollte bestraft werden, wer einen anderen Herrn anbetete als Darius den König. War dieses Gesetz erst einmal unterschrieben, so blieb es unumstößlich gültig. Auch Darius musste sich dann daran halten.

Daniel war berufen, die Schicksalsträume und Schauungen der Regenten zu deuten. Aber er selbst hatte auch große und bedeutungsvolle Wahrnehmungen und schrieb sie auf. Wir lesen:

"Im ersten Jahr der Regierung Belsazars hatte ich einen Traum: Ich sah, wie es über dem Meere stürmte und vier große Tiere aus dem Dunkel aufstiegen. Das erste Tier war wie ein Löwe und hatte Flügel wie ein Adler. Die wurden ihm ausgerauft und es richtete sich auf wie ein Mensch, hatte Füße und ein Herz wie ein Mensch. Das Tier hernach war einem Bären gleich und hatte sich halb aufgerichtet. Lange Zähne ragten wie Dolche aus seinem Maul heraus. Man sprach zu ihm: steh auf und friss viel Fleisch! Das dritte Tier glich einem Parder mit vier Flügeln und vier Köpfen. Es hatte große Gewalt.

Obwohl Daniel das Gesetz kannte, ließ er sich nicht davon abhalten, in seinem Hause zu seinem Gott zu beten wie er das immer getan hatte. Die neidischen Fürsten hatten hierauf ja nur gewartet. Sie überlieferten ihn an die Schergen. Jetzt erst wurde dem König offenbar, was die Fürsten ihm zur Unterschrift vorgelegt hatten - aber er konnte das Unheil nicht mehr abwenden, so viel er sich darüber auch betrüben mochte und sich mühte, Daniel vor der Löwengrube zu erretten.

Ja, in die Löwengrube wurde Daniel jetzt geworfen. Sie brachten einen Stein und wälzten ihn vor die Tür. Der König versiegelte ihn mit eigener Hand, auf dass nichts anderes mit Daniel geschähe. Dann rief König Darius: "Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der helfe dir!" Die ganze Nacht aber betete und hoffte der König für Daniel.
Als Darius morgens vor die Grube kam, rief er zaghaft: "Daniel, Daniel, lebst du noch?" Von innen antwortete es laut: "Es lebe der König Darius! Der Engel des Herrn hat den Löwen den Rachen verschlossen, dass sie mir kein Leid angetan haben die ganze Nacht". Daniel wurde aus der Grube befreit und war ganz unversehrt.

Da war der König voll großer Freude. Er verschaffte dem Glauben Daniels in seinem ganzen Reiche Anerkennung. Die Verleumder aber verurteilte der Herrscher zum Tod.
Dann schickte er jüdische Bauleute nach Jerusalem und gab Anweisung, den Tempel Salomos wieder aufzurichten, den Nebukadnezar zerstört hatte. Auch siedelten wieder Menschen in der heiligen Stadt und bauten sie auf.

Das vierte Tier aber war gräulich, schrecklich und stark. Mit großen eisernen Zähnen zermalmte es alles um sich her; das übrige zertrat es mit den Füßen. An seinem Kopf trug es zehn Hörner. Während ich es ansah, brach zwischen den zehn ein anderes Hörn hervor und riss von den vorigen etliche hinweg. Das neue Hörn hatte Augen wie ein Mensch und ein Maul. Das redete große Dinge.

Da taten sich die Himmel auf. Tausend mal tausend dienten dem, der auf dem feurigen Throne saß. Seine Gestalt war von Licht und Strahlen gingen von ihm aus. Die Bücher wurden aufgetan und Gericht gehalten. Das Hörn tat große Reden und ich sah, dass es getötet wurde und der Leib des Tieres im Feuer verbrannte. Auch die anderen drei Tiere verloren ihre Gewalt, so wie es ihnen bestimmt war. Jetzt zeigte mir der Traum eine Gestalt, die kam vor den Himmelsthron. Das war eines Menschen Sohn. Und der Herr gab ihm Macht, Ehre und ein Reich, dass ihm die Völker aller Sprachen dienen sollten. Und sein Reich währt ewig.

Solches habe ich, Daniel, gesehen und mich entsetzt. Und einer von denen, die da standen, zeigte mir an, was die Tiere bedeuteten: so wie sie sind, so werden die Länder der Erde künftig regiert werden. Am Ende aber wird das Gericht sein und alle Macht dem Volke des Höchsten gegeben werden. Und sein Reich währt ewig".
Das war Daniels Traum.

In der Zeit des Perserkönigs Darius wurde Daniel zum Fürst erhoben. Er konnte Vieles bewirken bei den Menschen, aber mehr durch seinen Glauben und seine Gebete als durch seine Macht. Er sonderte sich ab, um in der Stille zu fasten, zu beten und für sein Volk Juda zu büßen. Da wurde seine Seele bereit, große Offenbarungen zu empfangen. Die letzte Offenbarung lautet:

"Ich stand am Ufer des großen Flusses. Ich hob meine Augen auf und siehe, da standen zwei Männer - einer an diesem Ufer des Wassers, der andere an jenem Ufer. Der bei mir stand rief:
"Wann wird das Wunder geschehen? Wann wird das Volk errettet? Wann werden die, die unter der Erde schlafen, zum ewigen Leben oder zur ewigen Schmach erweckt? Wann werden die Propheten leuchten wie Himmelsglanz? Der über den Wassern des Flusses stand hob die Arme auf und redete und schwur. Ich hörte es, aber ich verstand es nicht und fragte: "Was soll es bedeuten?" Aber der bei mir stand sprach: "Es ist verborgen und versiegelt bis die Zeit vollendet ist. Du, Daniel, ruhe, bis das Ende der Tage kommt".


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