Ein Wiegemesser zum Zerkleinern von Küchenkräutern

Ein Beitrag von Peter Kujer

Ausgangsmaterial ist hier ein Rundeisen. Beim Ausbreiten wird das plastische Verformen des harten Werkstoffes Eisen sehr intensiv erlebt.

Zunächst wird die Klinge aus der Mitte heraus ausgebreitet. Dabei wir das Material im vorderen Bereich, also dem Bereich der Schneide, dünner ausgebreitet als im hinteren Bereich. Dadurch ergibt sich ganz natürlich eine leichte Biegung, die für die Formgestaltung der Klinge gut genutzt werden kann. Das Ausschmieden der Griffe ist schweißtreibend und verlangt doch viel Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen. Es sollen ja zwei möglichst gleiche Formen entstehen. Am Schluss kommt noch die Biegearbeit. Auch hier wird nur mit der Feile die Schneide ausgeführt. Der Feinschliff erfolgt nach dem Härten.

Wenn kein Werkzeugstahl zur Verfügung steht, kann doch auch bei Baustahl eine relativ gute Standzeit der Klinge erreicht werden, indem man das Messer nur härtet, also nach dem Glühen im Wasserbad abschreckt, ohne es zusätzlich anzulassen.

Auch bei dieser Arbeit konnte sowohl das Schmieden nach einer Zeichnung als auch das Härten im Kohlefeuer geübt werden.

Kleiner Praxistipp: Das Anlassen nach dem Härten der Messerklingen kann man auch gut im Backofen machen.


Eine detailierte Beschreibung zum Härten und Anlassen findet man im Buch: "Messer schmieden von Havard Bergland"

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