Nil Epochenhefttext

Ein Beitrag von Marcus Kraneburg (Freie Waldorfschule am Kräherwald / Stuttgart)

Es soll hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass der folgende Epochenhefttext der individuellen Schwerpunktsetzung des oben genannten Autors entspricht und somit keine Allgemeingültigkeit besitzt. Er dient der Anregung und Vorbereitung des Klassenlehrers.

 

Ägypten ist ein Geschenk des Nils. Der mächtige Strom entspringt den Hochländern des Abessiniens und schuf quer durch unendliche Wüsten ein Tal von paradiesischer Fruchtbarkeit. Die Bewohner erlebten das Wunder Jahr für Jahr:

In der Gluthitze des Sommers verdorrte das Land. Dann aber begann der Nil zu steigen, wälzte immer gewaltigere Wassermassen heran, überschwemmte die Ufer und deckte die dürstende Flur bis zum aufsteigenden Wüstenrand mit seinen Fluten zu. Die Erde versank und ertrank. Doch nach einiger Zeit verlief sich das Wasser. Das Land tauchte wieder auf und war mit feinem, fruchtbarem Schlamm bedeckt. Man konnte wieder pflügen und säen. Frisches Grün sprosste aus dem verjüngten Ackerboden und reifte hundertfältig zu neuer Ernte.

 

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