Befestigungen und verlassene römische Städte

Die Germanen unternahmen wenig zur Sicherung des Landes. Die Natur selbst bot gegen plötzliche Überfälle Schutz durch Höhenzüge, dichte, unwegsame Wälder und gefahrvolle Moore. Wo diese nicht vorhanden waren oder zu wenig Abwehr boten, verwüstete man die Grenzgebiete und schuf Ödland, um dem Feind keine Deckung zu bieten.

Befestigungen, deren Reste aufgefunden wurden, hatten die Germanen großenteils von den Illyriern und Kelten übernommen, nachdem sie ihre Gebiete erobert hatten. Grenzen sperrten sie mit fortlaufenden Wällen und Gräben oder mit einer zusammenhängenden Kette von Ringwällen. Im Landesinneren errichteten sie Fluchtburgen. Dort sammelten sich die Krieger zum Angriff und auch die kampfunfähige Bevölkerung mit ihrer Habe und ihrem Vieh fand hier einen Schlupfwinkel.

 

Römische Städte

Städte und stark befestigte Lager lernten die Germanen erst in der Römerzeit an der Rhein- und Donaulinie kennen. Wenn sie solche Plätze eroberten, bezogen sie diese jedoch nicht. Auch wurden sie nicht zur Verteidigung genützt. Die Germanen zogen lieber vor die Mauern, um sich im freien Feld dem Feind zu stellen. So kam es, dass nach der Völkerwanderung viele einst prächtige römische Städte verlassen waren und im Lauf der Zeiten verfielen.

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