Kampfordnung

Das Aufgebot des Heerbanns erfolgte durch Feuerzeichen oder Schall des Horns. Es wurden Holzstäbe mit eingeritzten Zeichen durch Eilboten von Dorf zu Dorf getragen. Eile war meist geboten, der Feind fiel ohne Kriegserklärung ins Land ein.

 

Kriegstaktik

Die Germanen bevorzugten beim Kampf den Angriff. Sie sahen darin die beste Möglichkeit zur Abwehr des Feindes. An der Spitze des Heeres standen die besten Leute. Die Aufstellung gestaltete sich keilförmiger. Die Flanken des immer breiter werdenden Keiles waren durch dichte Schildreihen gedeckt. Der große Vorzug diese An­ordnung lag im Angriff und Durchbruch. Misslang jedoch der Vorstoß, konnte der Keil schnell umgangen und eingekesselt werden. Das war verhängnisvoll und die Gefahr der Vernichtung war dann recht groß. Der Angriff setzte mit einem lang andauernden, immer lauter werdenden Kampfgeschrei ein, das durch die vor den Mund gehaltenen Schilde noch unheimlicher klang. Die Schlacht wurde durch den Nahkampf entschieden. Die Kriegsbeute gehörte dem ganzen Heer und wurde durch das Los verteilt.

 

Reiter

Neben dem Fußvolk setzten die Germanen auch Reiter ein, die trotz ihrer einfach gezäumten und unansehnlichen Pferde als sehr gefährliche Gegner galten. Neben geschlossenen Reitergruppen traten auch gemischte Verbände aus Fußvolk und Reitern auf. Im Gefecht sprangen die Reiter allerdings von ihren Pferden und kämpften mit dem Fußvolk Schulter an Schulter.

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