Über die Hunnen (EPOCHENHEFTTEXT)

Es soll hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass der folgende Epochenhefttext der individuellen Schwerpunktsetzung eines Klassenlehrers entspricht und somit keine Allgemeingültigkeit besitzt. Er dient der Anregung und Vorbereitung.

 

Die Hunnen waren an Sitten und Gebräuchen den europäischen Völkern ein ganz fremdes Volk. Ihre Art zu leben und auch ihr Aussehen waren andersartig. Das Volk der Hunnen bildete eine enge Einheit. Ihren König Attila verehrten sie mit einer bis zur Vergötterung sich steigernden Unterwürfigkeit.

Die Römer und Germanen haben instinktiv gefühlt, dass in den Hunnen etwas lebte, was ihr Dasein und Wesen radikal verneinte. Zu den besonderen Eigenschaften der Hunnen zählte ihr Mut und Ausdauer gepaart mit äußerster Genügsamkeit. Sie konnten bereitwillig furchbare Strapazen erdulden.

Hunnen waren Nomaden. Sie stammten aus der Gegend  der heutigen Mongolei. Ihr Leben spielte sich fast ausschließlich in Bewegung auf ihren Pferden ab. Jagd und Krieg waren ihr Leben. Wenn sie umherzogen, so ritten sie auf ihren kleinen, aber schnellen und unermüdlichen Pferden. Hier aßen, tranken und schliefen sie sogar, während ihre Familien auf Wagen, die von Ochsen gezogen wurden, hinter ihnen herzogen. Man sagt den Hunnen sogar nach, sie hätten das Fleisch roh unter ihren Sätteln mürbe geritten.

Solche Völker hatten die Menschen im Westen noch nie gesehen. Kleine, gelbe Menschen mit Schlitzaugen und oft schrecklichen Narben, die sie als Zeichen ihres Mutes stolz trugen. Sie griffen mit furchtbarem Geheul an, schossen ganze Wolken von Pfeilen auf ihre Feinde, dann drehten sie sich im Sattel um und schossen rücklings weiter auf ihre Verfolger.

Die Yassa, das Grundgesetz von Dschingis-Khan enthielt folgenden Satz: „Alles ist rein, es gibt nichts Unreines." Das Gesetz drohte demjenigen mit hoher Strafe, der in Flüssen badete oder aber seine Kleider darin wusch.

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