Die Zeit des Peloponnesischen Krieges (431 - 404 v.Chr.)

Gegensatz zwischen Athen und Sparta

Die Gegensätze zwischen Sparta und Athen blieben bestehen. Athen strahlte aus ganz Hellas wie ein leuchtender Stern hervor. Sein Reichtum und der Ruhm seiner Wissenschaftler und Künstler übertraf alle andere. Übermächtig war Athen auch auf See geworden. Der Handel blühte und lockte viele Fremde aus entlegenen Ländern in den Stadtstaat. Zwar gab es ein Friedensabkommen zwischen Athen und Sparta, aber dieses war nicht dazu angetan, die Situation auf Dauer zu befrieden.

Das war Perikles bewusst, trotzdem versuchte er das mühsam errungene Gleichgewicht zu wahren. Es bedurfte allerdings nur eines kleinen Anlasses, eines unbedeutenden Zufalls und die Rivalität würde offen ausbrechen. Sparta, unter dessen Führung sich die Kleinstaaten gegen die Herrschaftsansprüche Athens zusammengeschart hatten, rief zur Abwehr auf.

Perikles hatte in Athen mittlerweile ernstzunehmende Gegner. Die Spartaner jedoch fielen in Attika ein, um in provokativer Art Siedlungen, Äcker und Gärten zu verwüsten und Ölbäume abzuholzen. Die attische Landbevölkerung brachte sich in Athen in Sicherheit.

 

Die Pest

Trotzdem brach noch kein Krieg aus. Das eigentliche Gleichgewicht jedoch brachte ein anderer Feind ins Schwanken. Dieser konnte auch durch die mächtigsten Mauern nicht abhalten werden. Die Pest brach aus. Sie dauerte insgesamt länger als 4 Jahre. Das Leben wurde ungewiss, man wusste nicht, wen es als nächsten traf. Würde man überleben? Man suchte Betäubung im zügellosen Genuss. Auch Perikles verlor durch die Seuche seine besten Freunde, seine Schwester und seine beiden Söhne. In diesem Lebenstief versuchten ihn seine Feinde zu treffen. Sie klagten ihn vor Gericht wegen einer Nichtigkeit an und Perikles wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Seiner Beliebtheit vermochte dieses Urteil jedoch nicht zu schaden. Erneut wurde Perikles mit großer Stimmenmehrheit zum Strategen mit unbeschränkter Befehlsgewalt gewählt. Man wusste, dass nur er dem bedrängten Athen Hilfe geben konnte. Dann wurde jedoch auch er von der Seuche dahingerafft (429 v. Chr.).

Perikles' Tod wurde zur Schicksalswende für Athen.

 

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