Athen im „goldenen Zeitalter"

Eine bildhafte Schilderung Athens aus: „Geschichten über die Geschichte"

Im Hafen Piräus

„Du bist ein Dummkopf, wenn du Athen nicht gesehen hast - ein Esel, wenn du es gesehen hast und nicht begeistert bist - ein Kamel, wenn du es aus freien Stücken wieder verlässt!"

Lächelnd las der Kaufmann Archias aus Massilia noch einmal auf seinem Schiff den Brief, den ihm sein Freund Aristeus geschrieben hatte. Nun war er - im Frühjahr 434 v. Chr. - der Einladung gefolgt. Schon konnte er auf dem Burgberge von Athen, der Akropolis, das riesige Standbild der „Vorkämpferin Athene" erblicken, in deren goldener Lanzenspitze das Sonnenlicht funkelte. Die Ruderer lenkten das Schiff in den Hafen, den Piräus, ein.

Es wimmelte von Schiffen. Bewundernd blickte Archias in das Gewühl. Kornschiffe vom Schwarzen Meer, Erzschiffe aus Spanien, Frachtschiffe aus Ägypten mit Baum­wolle und Papyrus, mit Obst und Mandeln von den Inseln des griechischen Meeres, Fischerboote. Ein tiefliegender Kahn mit gro­ßen, schneeweißen Marmorquadern von der Insel Paros, andere mit Bauholz oder mit fei­nem Ton zur Herstellung der Gefäße beladen. Dazwischen huschten die Wachtschiffe der städtischen Verwaltung, um Ordnung in das Treiben zu bringen.

Lärm, Gelächter und Zuruf von überall. Schiffsleute holten singend den Anker ein, Segel wurden gerefft oder gehisst. In allen Mundarten und Sprachen erschollen Komman­dos auf den Schiffen, vom Bollwerk des Ha­fens. Händler und Lastträger stürzten sich auf das anlegende Boot. Da winkte auch schon der Gastfreund unter der Menge: „Willkommen in Athen!"

Sie umschritten ein Geviert von rundbauchi­gen, schön verzierten Gefäßen, die eingeladen wurden. Archias wusste, die athenischen Wein- und Ölkrüge, die Vasen und Schalen gingen in alle Welt. Man kaufte sie in Ägypten, Italien, Südfrankreich und Spanien, auf Sizi­lien wie an den Küsten des Schwarzen Meeres. Hell leuchteten die Bilder, die roten Figuren auf dem schwarzen Grund. Ein Trupp Sklaven wurde aus einem Boot getrieben; sie kamen vom großen Sklavenmarkt in Delos. Straßenhändler drängten sich an die Fremden mit vielen anpreisenden Worten und Gebärden.

„Aus dem Hafen kommt unser Reichtum", sagte Aristeus, „er ist die Vorbedingung unserer Macht. Ohne den Hafen wäre Athen ein armseliges, schmutziges Dorf. Schau dort unsere Kriegsflotte!" Und er wies seitwärts auf die Meeresbucht hinaus, wo Hunderte von Dreiruderern dicht gedrängt vor Anker lagen oder auch auf dem Trockenen aufgedockt waren, um neu überholt zu werden. „Das sind die Schiffe, mit denen wir die Perser besiegten", sagte er stolz. „Wer weiß, ob wir sie nicht bald wieder brauchen werden! Aber in die Stadt und den Hafen wird kein Feind mehr eindringen. Dafür sorgen unsere starken Mauern. Perikles baut schon wieder ein neues Festungswerk zum südlichen Hafen hin, so dass sich ein richtiges Mauerndreieck von der Stadt zum Meere hinzieht." Mit diesen Worten durchschritten sie das feste Tor, das aus der Hafenstadt hinausführte und den Weg nach Athen sicherte.

 

Die Stadt Athen

Sie gingen eine gute Stunde auf der breiten Straße unter den schattigen Bäumen. Immer wieder erblickte der Gast zwischen dem Laubwerk rechts und links die massigen Wände und Türme der „Langen Mauern". Ein Sklave schob das Gepäck des Archias auf einem Handkarren nach. Dann gabelte sich der Weg. Durch zwei weitere Tore betraten die Freunde die Stadt Athen. Fast war Archias enttäuscht: hier gab es nicht mehr die schnurgeraden, rechtwinklig sich kreuzenden Straßen der Hafenstadt mit ihren großen Werkstätten, Speichern und Kaufläden. Hier schlängelten sich die Gassen und Gässchen in vielen Windungen zwischen den kleinen, aus Holz und Lehm erbauten einstöckigen Häusern, in deren Vorhallen vielfach die Handwerker arbeiteten oder Händler ihre Waren feilboten. Deutlich spürte man: die Hafenstadt Piräus war nach wohldurchdachtem Plan neu und einheitlich erbaut - Athen aber war aus der Zer­störung des Perserkrieges so wieder erstanden, wie es einstmals gewachsen war. Es sah aus wie jede größere griechische Stadt.

Doch dann blieb Archias bewundernd stehen, als sie auf den Marktplatz kamen. Hier standen die Staatsgebäude der Athener: das Rathaus, das „Haus der Fünf­hundert", das Staatsarchiv. Am besten gefiel Archias die „Bunte Halle", eine lang­gestreckte große Markthalle, in der erbeutete Schilde und Waffen als Siegeszeichen aufgehängt waren und die von den berühmtesten Malern Athens ausgemalt war. Die Bilder stellten die Ruhmestaten der Athener dar, und lange stand Archias vor dem Bilde der großen Perserschlacht von Marathon.

Westlich dieser Halle erhob sich auf einem Hügel das Heiligtum des Hephaistos, ein wundervoller Tempel im dorischen Baustil. „Dort oben siehst du die Taten des Theseus und des Herakles", erläuterte Aristeus und wies auf den marmornen Bilder­fries, der sich dicht unter dem Dach rings um den ganzen Tempel zog. „Du musst dir in den nächsten Tagen alles genau besehen. Jetzt wollen wir erst einmal nach Hause. Aber sieh, dort hast du unser größtes und schönstes Heiligtum, die Tempelburg der Athene. Wir wollen sie gleich morgen besuchen; ein solches Bauwerk wie die Akropolis findest du nirgends mehr auf der Welt."

Entzückt übersah Archias nun ganz aus der Nähe den steilen, etwa 160 m hohen Felsen, der von großen, neuen, hellschimmernden Marmortempeln gekrönt war. „Das Werk unseres Perikles, den wir immer wieder, Jahr für Jahr, zum Schatzmeister und Strategen wählen. Er ist der eigentliche Lenker unseres Staates, unserer Demokratie. In knapp zehn Jahren hat er unsere alte Burg, die seit den Perserkriegen in Trümmern lag, zum schönsten Heiligtum unserer Schutzgöttin verwandelt." Sie überschritten einen zweiten weiten Platz. „Hier tagt unser Volksgericht", erläuterte der Athener. „Dort ist das Prytaneion, unser ältestes und ehrwürdigstes Bürgerschafts­gebäude. Hier steht im Hof der alte Staatsherd, von dem die auswandernden Kolonisten das heilige Feuer in die neue Heimat mitnehmen - auch dein Vater, Archias, nahm es von hier mit, als er in die Ferne nach Massilia fuhr! Hier werden auch die alten Gesetze Athens aufbewahrt, die ältesten Gesetze unserer Stadt, in Holzsäulen eingegraben.

Schau in diese Halle: hier speist Athen die fremden Gesandten, die Sieger bei den Olympischen Spielen und andere Ehrengäste. Aber jetzt müssen wir wirklich eilen, Gastfreunde warten und auch Phöbe, meine Frau, und die Kinder."

 

Im Hause des Aristeus

Aristeus' Haus war, wie das so vieler Athener, um zwei Säulenhöfe angelegt. An der Straße befanden sich der Stall und der Wagenraum. Dann gelangte man durch einen schmalen Gang in den ersten Hof, der von den Männerräumen umschlossen war. Um den dahinterliegenden zweiten Innenhof gruppierten sich die Küche und die Gemächer der Frauen.

Vor dem Hause rief Aristeus seine zwei Jüngsten, die fröhlich lärmend mit anderen Kindern das „Scherbenspiel" spielten. Sie hatten eine Tonscherbe auf einer Seite geschwärzt, warfen sie in die Luft und riefen: „Tag oder Nacht?" Je nachdem die helle oder dunkle Seite der Scherbe oben lag, musste eine Partei die Flucht ergreifen. Die anderen Kinder aber jagten sie, schlugen sie ab: „Du bist mein Esel.'", und der Über­wundene musste den Sieger auf dem Rücken bis zur Scherbe zurücktragen. „Marsch ins Haus mit euch. Es ist spät genug!" befahl der Vater und trat mit dem Gast ein. Archias bekam ein Zimmer zugewiesen. Schon warteten einige Freunde im Männersaal.

Aber bevor das Abendessen aufgetragen wurde, wollte der Gast die Hausfrau be­grüßen. Er legte eine Spende an dem Hausaltar des Zeus im ersten Innenhof nieder und begab sich mit seinem Wirt in den Frauenteil des Hauses. Selten verließ die griechische Frau ihre Gemächer, die sie mit den Kindern und Dienerinnen teilte. Kaum jemals zeigte sie sich auf der Straße, nur an den Gottesdiensten der hohen Feste nahm sie teil. Die Gastmähler in der Männerhalle fanden ohne sie statt. Selbst das Einkaufen auf dem Markte besorgte der Mann.

So verlief auch Phöbes Leben im engsten Kreise. Der Tag verging mit Handarbeiten, mit Spinnen und Weben, mit der Arbeit am tragbaren Kochherd, den sie meist vor der Tür des engen Küchenraumes aufstellte, mit der Sorge für die Kinder. Aber schon entwuchsen die beiden ältesten Knaben ihrer Aufsicht. Mit ihren Unterrichtssklaven verbrachten sie fast den ganzen Tag im Gymnasien mit körperlichen Übungen, in musischer Ausbildung und bei den Vorträgen der Weisheitslehrer, der „Philosophen" und „Sophisten".

Das Festmahl in der Männerhalle begann. Archias war den übrigen Gästen vorgestellt worden. Nun lagerten sie lang ausgestreckt um die niedrigen Tische, den linken Arm auf ein Polster des Liegestuhles gestützt. Der Raum war durch kleine Bronzeöllämpchen erhellt, die ein mattes Licht verbreiteten. Sklaven trugen Gerstenbrot, Oliven und Feigen auf, verschiedene Fischgerichte, Käse und Knoblauch.

Die Männer wuschen sich nach der Mahlzeit die Hände in den dargebotenen Wasser­schalen. Die Sklaven reinigten Tische und Fußboden. Aristeus brachte den Göttern drei Spenden dar. Schon wurde der Wein, mit Wasser und Gewürzen gemischt, aufgetragen. Die Gäste setzten Kränze aus Myrten, Rosen und Veilchen auf; so widmeten sie sich jetzt den Gaben des Dionysos.

Aristeus klatschte in die Hände, Flötenspielerinnen und Tänzerinnen traten zur Unter­haltung ein. Der älteste Sohn des Aristeus, ein schöner, dunkelgebräunter Jüngling, sprach Verse des Homer. Aristeus griff zum Saitenspiel und sang ein Lied zu Ehren der Befreier Athens von einstiger Tyrannenherrschaft. Dann reichte er das Instrument dem Archias, der einen kurzen Spruch zu den Klängen der Kithara rezitierte. Jeder der Gäste bot ein Lied, ein paar Verse, ein Rätsel zur Unterhaltung der Gesellschaft dar. Einer der Anwesenden, Herodot, las ein Stück aus seiner griechischen Geschichte vor, das er demnächst zu dem großen Athenefest auf der Akropolis darbieten wollte. Immer neu wurden die Trinkschalen gefüllt. Dann ging das Gespräch auf die Politik über. Man hechelte die Amtsführung einiger Beamter durch. Die Parteigruppen in der Stadt wurden durchgesprochen. Man erzählte von den Umtrieben, die sich gegen den großen Staatsmann Perikles richteten. Man munkelte, man wolle gegen ihn und den berühmten Bildhauer Phidias einen Prozess anstrengen. Hatte Phidias nicht sein und des Perikles Antlitz auf dem Schilde der Göttin Athene angebracht? Das war Götterfrevel! Außerdem hieß es, der Künstler habe bei der Anfertigung seines großen Athenestandbildes Gold und Elfenbein unter­schlagen. Heftig widersprach Aristeus: man solle nur die Goldzier von der Statue abnehmen und nachwiegen! Dann würde die Waage schnell das richtige Gewicht feststellen.

Einer der Gäste beklagte sich über die hohen Kosten, die er bei der Durchführung der letzten Theaterfestspiele gehabt habe. Fast sei er über diesen Verpflichtungen arm geworden. Überhaupt würde viel zuviel Geld für Feste und Kunstwerke ausgegeben. Was habe der Bau der Tempel und Standbilder auf der Akropolis in dem letzten Jahrzehnt verschlungen! „Aber ist Athen nicht gerade durch diese Bauten in der ganzen Welt herrlich und berühmt geworden?" warf Archias ein. „Und Perikles bringt mit all diesen Arbeiten das herumlungernde müßige Volk von der Straße fort!" ergänzte Aristeus.

„Schön", erwiderte der erste, „für die Götter und ihren Dienst sollte uns nichts zu kostbar sein. Aber da sind die neuen, kostspieligen Mauern zum Kriegshafen hin­über ..." - „Die werden wir schon brauchen", entgegnete Herodot, „nicht minder wie den Kriegsschatz, den Perikles aufsammelt. Denkt an die Spannungen mit Sparta! Die Spartaner können unsere große Macht nicht dulden. Es wird immer neue Aus­einandersetzungen um die Vorherrschaft in Hellas geben. Und wer weiß, ob unser Seebund mit den Städten und Inseln solche innere Stärke besitzt, wie wir glauben? Gar mancher wird von uns abfallen, wenn es einmal zum großen Kriege mit Sparta kommt."

„Athene wird unsere Stadt nie im Stiche lassen!" riefen erregt die anderen. „Und Perikles wird den Staat zu immer schönerem Glänze führen!" rief Aristeus. Schon begann der Wein in den Köpfen der Männer zu wirken.

 

Auf der Akropolis

Am nächsten Morgen stiegen die beiden Freunde zum Felsen der Akropolis hinauf. Ein breiter Burgweg führte im Zickzack nach oben. Dann erhoben sich vor ihnen mächtige Bastionen und Mauern. Breite marmorne Treppenstufen, ein gewaltiges fünffaches Säulentor zwischen zwei großen, vorspringenden Hallen. Überall schafften Arbeiter noch an dem mächtigen Gemäuer. Staunend maß Archias die marmornen Steinquadern. Acht große Schritte reichten nicht aus, und so fein waren die Blöcke aufeinandergefügt, dass man kaum einen Strich zwischen ihnen sah. „Dort rechts soll im neuen ionischen Baustil der Tempel der Siegesgöttin Nike entstehen", erläuterte Aristeus. „In der Halle links sind die Gemälde unserer großen Maler zu Ehren der Göttin Athene aufgehängt."

Sie durchschritten das breiteste, mittlere Tor - an der Decke goldene Sterne auf tief­blauem Grund - und standen jetzt in der Burg am Beginn der „Heiligen Straße". Die weite Oberfläche des Felsens war geglättet. Da stand vor ihnen das neun Meter hohe Erzbild der „Vorkämpferin Athene", deren goldene Lanzenspitze dem Archias schon auf dem Meere entgegengefunkelt hatte. „Das Werk des Phidias", sprach stolz Aristeus, „aus dem Siegespreis der Perserkriege gegossen. Unsere Göttin, der unsere ganze Stadt gehört! Und das hier rechts ist der Tempel der Jungfrau, der Parthenon!" Feierlich stand der riesige marmorne Bau im Lichte des klaren Tages. Dicke, geriefte, zehn Meter hohe Säulen in dorischer Bauart trugen das flache Giebeldach, unter dem sich ein breiter buntbemalter Fries von Bildwerken hinzog. Ehrfürchtig stieg Archias mit dem Freunde die Stufen des Postaments empor. Er trat zwischen die Säulen und sah vor sich die Eingangstür zum innersten Heiligtum. Licht und Schatten der Säulen wechselten, als er die Wände der „Cella" umschritt. Auch hier marmornes Bildwerk ringsum, den Festzug der Bürger bei den großen Athenefesten darstellend. Dann trat er scheu in das Heiligtum ein.

Dunkel dehnte sich vor ihm der Raum, nur von dem einfallenden Licht der Tor­öffnung erhellt. Da schimmerte Phidias' Meisterwerk, das Bild der Göttin, elfen­beinern das Gesicht, die Hände und Füße, golden das Kleid und die Rüstung, bis zur Decke aufragend in erhabener Ruhe. „Schütze auch mich, jungfräuliche Athene", flüsterte Archias, beide Hände zu dem Standbild erhebend. Voll heiliger Scheu be­trachtete er die reiche Zier, die Phidias' Kunst auf dem Gewand und den Waffen der Göttin geschaffen hatte.

Draußen in der Sonne lärmten wieder die Händler, werkten die Arbeiter, wandelte plaudernd, fröhlich staunend das Volk. „Hinter dem Gemach der Göttin ist noch ein zweites", erzählte Aristeus, „ihre Rüst- und Schatzkammer. Hier sammelt Perikles den Reichtum der Stadt für Zeiten der Gefahr, Tausende von Goldbarren und Münzen. Aber lasst uns noch dort zum Nordhang gehen, zum festen Haus des Poseidon!" Auch hier waren Arbeiter am Bau. Der ganze alte Tempelbezirk, der älteste auf der Akropolis, wurde umgebaut. Er sollte noch schöner und herrlicher erstehen. Aristeus führte den Freund zu dem eingefriedeten heiligen Ölbaum, den Athene einst der Stadt gestiftet hatte, dem Mutterbaum aller Oliven des attischen Landes. Er führte ihn zu dem Salzquell Poseidons und zeigte ihm ein tiefes, gezacktes Loch im Boden, das jäh in den Felsen hineinführte: hier hatte der Meeresgott seinen Dreizack ein­gestoßen. Betend standen sie vor einem dritten heiligen Bild der Athene, einer Statue aus Olivenholz, der Sage nach in uralter Zeit vom Himmel herabgefallen. Alle Jahre brachten die vornehmsten Jungfrauen der Stadt ihrer Schutzgöttin ein neues Pracht­gewand für dieses Standbild dar.

Die Freunde wanderten am Rande des Burgfelsens entlang. Steil fielen Mauern und Felsen unter ihnen ab. Entzückt schweifte der Blick über die Straßen und Plätze, die Dächer und Gärten der Stadt. „Dort unten liegt das Heiligtum des Asklepios, des Ärztegottes, mit seinen heilenden Quellen, den Priesterwohnungen und den Hallen, in denen der Gott den Kranken segnende, lösende Träume schenkt", erläuterte Aristeus. „Und dort gleich daneben ist der heilige Bezirk des Dionysos, wo die großen Theateraufführungen stattfinden."

Aber des Archias' Blick ging doch noch viel lieber hinaus auf den Hafen mit seinem Gewimmel von Schiffen, auf das blaue, leuchtende Meer und die Inseln darin. „Du hast mir nicht zuviel geschrieben von den Schönheiten deiner Stadt", sprach er zu Aristeus. „Sie ist wohl die herrlichste Griechenlands, die reichste und schönste, die ich kenne. Möge der Schutz Athenes immerdar auf ihr ruhen!"

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