Das Kamel - ein Überlebenskünstler

Das Kamel ist wie geschaffen für die Wüste. Es ist außerordentlich genügsam und widerstandsfähig und hat sich den extremen Bedingungen der Wüsten angepasst.

Das Dromedar und das Trampeltier können einen Wasserverlust bis zu einem Viertel des Körpergewichts ertragen, ohne Schaden zu nehmen. Ganz anders beim Menschen. Für ihn wären bereits zehn Prozent Wasserverlust lebensgefährlich.

 

Kamele können viel Wasser speichern

Hat ein Kamel längerer Zeit nichts getrunken, so kann es in nur 15 Minuten 200 Liter Wasser aufnehmen. Das Wasser wird in drei Vormägen mit großen Speicherzellen eingelagert und steht dort bis zu vier Wochen lang zur Verfügung.

Zusätzlich sind auch die roten Blutkörperchen des Kamel auf die Wasserknappheit in der Wüste eingestellt: Sie können Ihr Volumen auf das 200-fache vergrößern, um Flüssigkeit aufzunehmen. Das Kamel kann zudem seine Nüstern verschließen. Damit geht wenig Wasser über die Atmung verloren. Die Luftfeuchtigkeit der Atemluft kann dadurch vor dem Ausatmen wieder von den Nasenschleimhäuten aufgenommen werden. Eine weitere Besonderheit zeichnet das Kamel aus. Im Gegensatz zum Menschen können Kamele auch viel Salzwasser trinken.

 

Regulierung der Wärme

Kamele haben eine weitere wunderbare Eigenschaft: Sie sind in der Lage ihre Körpertemperatur um bis zu neun Grad verändern. In der Nacht liegt sie etwa bei 34 C° und in der Tageshitze bei 42 C°. Dadurch schwitzen sie am Tag weniger und sparen ebenfalls Wasser. Die höhere Körpertemperatur gleich sich am Tage der Außentemperatur ein Stück an, dadurch sparen die Kamele nochmals Wasser.

 

Fetteinlagerungen auf dem Rücken

Die Höcker der Kamele (beim Dromedar ein Höcker, beim Trampeltier zwei) speichern kein Wasser. Vielmehr sind es große Fettspeicher. Von diesen Reserven kann Lange gezerrt werden. Des Weiteren halten die Höcker die Sonneneinstrahlung vom Rücken ab. So schützt sich das Kamel gegen die Hitze. Fett leitet die Wärme schlecht. Gleichzeitig dient das Fett auch dem Schutz gegen Kälte.

 

Die inneren Organe

Der Darm, die Blase und die Niere des Kamels können viel Wasser im Körper zurückhalten. Der Harn ist deswegen wesentlich konzentrierter als bei anderen Tieren. Sie scheiden etwa nur einen Liter pro Tag ab. Das ist ausgesprochen wenig für Tiere dieser Größe. Ähnlich ökonomisch geht das Kamel mit der Feuchtigkeit im Kot um. Der Enddarm entzieht dem Kot soviel Wasser wie möglich. Daher sind diese Ausscheidungen des Kamel sehr trocken.

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