SCHOTTLAND - zerklüftete Fjorde und Burgen

Kurz zur Geschichte

Die Geschichte Schottlands ist mit Blut und Pathos geschrieben. Die Bewohner des kargen Landes brauchten bis 1034, um sich zum Königreich Schottland zu formieren. Immer wieder gab es Konflikte mit England, das seine kolonialen Machtansprüche zunächst auf seine Nachbarn konzentrierte.

Die Menschen dieses kleinen Landes waren überwiegend Bauern, durch den Überlebenskampf mit der kargen Natur zäh und abgehärtet. Sie hatten sich in Clans organisiert, die sich oft gegenseitig bekämpften und deren Chiefs nur schwer auf eine einheitliche Linie zu bringen waren. Daher gibt es in Schottland auch diese Vielzahl von Burgen und Schlössern. 

Die Ausbeutung des Landes begann im Mittelalter. Das Holz für die englischen Flotten wurde in Schottland geschlagen, hier war früher dichtes Waldgebiet, was man an den uralten Baumstümpfen im Glen Nevis und dem letzten erhaltenen Stück in Glen Afrique noch gut sehen kann.Heute ist Schottland, im Gegensatz zu seinem irischen Bruder, ein ruhiges Land. Der Krieg gegen die Engländer wird nur noch mit Worten geführt.  

 

Die Landschaft

Schottland nimmt etwa ein Drittel des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland ein, was ungefähr der Größe Bayerns entspricht. Die Grenzen rund um Schottland bilden im Osten die Nordsee, im Westen der Atlantik, im Süden die Cheviot Hills und der Tweed zu England. Ebenfalls zu Schottland gehören 790 Inseln, von denen lediglich 130 Eilande bewohnt sind. Die größten schottischen Inseln sind die Orkneys und Shetlands im Norden sowie die im Westen gelegenen Hebriden.Die Landschaft Schottlands ist mit dem fast unbewohnten Bergland, den faszinierenden Fjorden und seinen Hochmooren und Heideregionen ausgesprochen spektakulär. Ihre Entstehung verdankt Schottland der letzten Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren zu Ende ging. Das Hochland lässt wegen seiner kargen Böden und seiner Höhenlage keine landwirtschaftliche Nutzung zu. Während das südschottische Bergland, Lowlands genannt, noch relativ flach ist, steigen die Gebirge der Highlands recht beachtlich an, deren höchster Berg, der Ben Nevis, immerhin 1.343 Meter aufweist. Die Highlands werden durch den Kaledonischen Graben geteilt, dessen bekanntester See der legendäre Loch Ness darstellt.Betrachtet man die Nord-Süd-Ausdehnung von 440 Kilometern und die von Osten nach Westen mit etwa 250 Kilometern, erscheint die Gesamtlänge der Küste, inklusive der Inseln, mit 10.140 Kilometern durchaus beachtlich; ein Phänomen, das auf die Vielzahl der schottischen Buchten und Fjorde zurückzuführen ist.

Das Ungeheuer von Loch Ness

Eigentlich ist es eine nicht unbedingt ungewöhnliche Gegend, wären da nicht die mysteriösen Berichte, die von einem gigantischen Tier erzählen, das in den Tiefen des Sees lebt. Dadurch erlangte "Loch Ness" Berühmtheit". Jeden Sommer bietet sich für die Einheimischen, die an den Ufern des Loch Ness leben, ein seltsamer Anblick. Tausende von Touristen strömen herbei, starren mit zusammengekniffenen Augen und Fotoapparaten im Anschlag auf den dunklen, geheimnisvollen See. Alle warten sie auf das unerwartete Erscheinen des bekanntesten Ungeheuers der Welt.Doch wie immer will das scheue Seeungeheuer nicht auftauchen. Man muss jedoch wissen, dass es nur sehr wenige Auserwählte gibt, die behaupten dürfen, Nessie überhaupt zu Gesicht bekommen zu haben.

Der erste war im Sommer des Jahres 565 der heilige Columban, ein Mönch aus Irland. Es wird erzählt, dass das Ungeheuer einige Fischer angegriffen haben soll. Der Heilige war entsetzt und verscheuchte das Monster mit der Macht seines Glaubens. Nach diesem Ereignis gab es 1400 Jahre lang keine einzige Sichtung, keine weiteren Legenden und Sagen mehr. ...Bis 1933 die Landstraße A82 am Nordufer des Sees gebaut wurde. Von da an häuften sich aber die Menschen, die das Loch Ness Ungeheuer gesehen haben wollen.

Loch Ness hat die typisch langgezogene Form eines in der Eiszeit durch Gletscher entstandenen Sees. Er ist etwa 37 km lang, aber im Mittel nur 1,5 km breit. Gegen Ende der Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren war Loch Ness vermutlich noch eine Meeresbucht. Doch als sich das vom Gletschereis befreite Land bei Inverness hob, wurde der Zugang zum Meer abgeschnitten.

Die größte Tiefe des Sees beträgt 230 m. Nach Loch Morar (310 m) ist Loch Ness damit der zweittiefste See der britischen Inseln, besitzt aber mit 132 m die größte mittlere Tiefe. Im Unterschied zu anderen schottischen Lochs ist der größte Teil des Sees sehr tief. Wälder säumen den See. Inverness ist die nächstgelegene Stadt und circa fünf Kilometer vom Ufer entfernt. Der Loch Ness ist einer von mehreren "Lochs" in Schottland - im Gälischen heißt "loch" nämlich "See" oder "Fjord".  

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Die Schafe

Ob es einem nun passt oder nicht: In Schottland wird man ständig angemeckert. Mit den Böden in Schottland lässt sich hier nicht so anfangen. In den milderen Lowlands ist es etwas anders, aber oben, in den Bergen, da gibt der karstige, von Steinen durchsetzte Grund nichts her. Deshalb hat man sich hier auf die Viehzucht verlegt.

Für die Schafe ein Paradies. Die Tiere streifen das Jahr über in den Bergen herum, bis man sie einmal jährlich zur großen Schur zusammentreibt. Das ist ein Spektakel, welches sich anzuschauen lohnt.Pro Bewohner müssen in Schottland wohl mindestens zehn Schafe leben. Und es ist erstaunlich, an welchen unmöglichen Stellen man auf sie trifft.

 

Musikalische Impressionen

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