Gedicht: Geraden ziehn sich hin und her

Ein Beitrag von Bernd Schneider

Da ich sehr gerne reime, fiel mir, als ich mir das Epochenheft zur Vorbereitung betrachtete, immer wieder ein passender Reim zu den einzelnen Themen ein. So entstand nach und nach dieses Gedicht. Damit gehen wir nun bald auf die Bühne an der Monatsfeier. Gerne stelle ich es in den Waldorf-Ideen-Pool, damit andere auch etwas davon haben. 
 

Geraden ziehn sich hin und her,
Geraden zeichnen ist manchmal schwer,
doch wird‘s bald leichter, übt man sich,
dann macht‘s viel Freude, sicherlich.

Waagrecht, senkrecht, diagonal,
mal ganz breit und mal ganz schmal,
und treffen sie plötzlich auf den Kreis,
dann wird es schnell ganz still und leis‘.

Jetzt nennt man sie auch nicht mehr Geraden,
auch nicht Linie und schon gar nicht Faden.

Führt sie vom Mittelpunkt bis an den Rand,
dann wird sie auch Radius genannt.
Berührt sie den Kreis an einer Stelle,
ist‘s `ne Tangente auf alle Fälle.

Eine Sekante wir durch den Kreis führen,
eine Passante wird ihn nie berühren.
Ausschnitte nennt man Sektor und Segment,
wie beim Stück Kuchen, was jeder kennt.

Schauen wir uns nun die Vierecke an,
das Quadrat steht allen anderen voran.
Gleich an allen Seiten und Ecken,
es braucht sich wahrlich nicht zu verstecken.

Das Rechteck hingegen verändert die Form,
mal ist‘s ganz flach, mal hoch wie ein Turm.
Ein Drachenviereck kennt jedes Kind,
erfreut es doch alle im Herbst bei viel Wind.

Raute, Trapez und auch Rhomboid,
sind anders geformt, wie man hier sieht,
verschiedene Winkel und Achsen und Seiten,
vier Ecken hat jedes, da braucht man nicht streiten.

Bei Dreiecken, so haben wir alle kapiert,
wird die Summe der Winkel erst mal halbiert.
Ob stumpf, ob spitz, ob hoch oder breit,
Hundertachtzig Grad sind`s allezeit.

So gibt es auch viele Besonderheiten,
einige haben drei gleich lange Seiten.
Sind es zwei Schenkel mit gleicher Länge,
dann sind es mal breite oder auch mal ganz enge.

Weitere Begriffe aus der Geometrie
sind Diagonale und Symmetrie,
auch Achsenkreuz und Parallelen,
sollten uns hierbei nicht fehlen.

Eins ist wichtig, und dies nun zum Schluss,
was man hier immer verstehen muss,
das Zeichnen der Formen wird immer gelingen,
wenn wir mit uns auch mal viel ringen.

Der eine kann es gut gleich von Anfang an,
der andere übt so lange, bis er es kann.
Gelernt haben wir’s alle, er und auch sie
in der Epoche der Geometrie.

Bernd Schneider

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