Freihandgeometrie (1)

Die Freihandgeometrie der fünften Klasse setzt elementare geometrische Formen vergleichend in Beziehung zueinander. Rudolf Steiner hat im Methodisch-Didaktischen Kurs eine Formenlehre mit den folgenden Worten angeregt:

„Und jetzt können wir in diesem Lebensalter des Menschen auch zur Geometrie übergehen, während wir vorher dasjenige, was dann Geometrie wird, ganz im Zeichnerischen drinnen gehalten haben. Am Zeich-nerischen können wir ja dem Menschen Dreieck, Quadrat, Kreis und Linie entwickeln. Die eigentlichen Formen entwickeln wir also am Zeichnerischen, indem wir zeichnen und dann sagen: Das ist ein Dreieck, das ist ein Quadrat. Aber was als Geometrie hinzutritt, wo wir die Beziehungen zwischen den Formen suchen, das beginnen wir erst um das 9. Jahr herum."

In der Arbeit mit den Schülern entstanden sehr beeindruckende und farblich harmonische Formen. Alle Zeichnungen wurden ohne Hilfsmittel wie Lineal, Geodreieck oder Zirkel mit Bunt- und Wachsstiften zu Papier gebracht.

Hermann Schatka

Kommentar
18.12.2016 | Anne Welling | Klassenlehrerin
Danke dir für den Beitrag, Hermann! Die Zeichnungen sind mir gerade eine wunderbare Anregung für die Geometrie in meiner Klasse! Die Schüler und Schülerinnen nehmen den Unterrichtsstoff mit großer Begeisterung auf, vertiefen sich freudig und staunen oft selber über die sehr ansprechenden Ergebnisse!
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