Erste Wortdiktate mit Buchstabenhilfe

Ein Beitrag von Heidrun Keller

Mit den ersten Wortdiktaten habe ich begonnen, nachdem wir immer wieder kleine Texte, gerade auch Sprüche abgeschrieben hatten.

Nun galt es für mich zu Beginn der 3. Klasse einen sanften Übergang zum Diktat zu finden. Mein Ziel bestand darin, dass möglichst viele Kinder von Anfang an das meiste richtig machten. Als Hausaufgabe erhielten sie jeweils schon am Vortag ein Blatt mit den zu übenden Wörtern. Um den schwächeren Kindern die Verunsicherung zu nehmen, habe ich zu Beginn alle Buchstaben, die in dem Wortdiktat vorkamen, durcheinander an die Tafel geschrieben.

Ich wählte ausschließlich lautgetreue Wörter, mit vier Wörtern fing ich an:

Haus, Laus, Maus, Klaus An die Tafel schrieb ich: H L s M au K

Ein Kind durfte an einer verdeckten Tafelseite schreiben. Am Ende haben wir Wort für Wort verglichen. Gleich von Anfang an besprach ich die erste Großschreibregel: Alles, was man anfassen kann, schreibt man groß.

Ich nahm mir immer einen bestimmten Laut vor. (Siehe auch die Zusammenstellung in dem Beitrag „Das Üben besonderer Laute“.)

Dann ging es am nächsten Tag mit 5 Wörtern weiter:

Loch, doch, Dach, Krach, flach An die Tafel schrieb ich: D d L o ch K r f l a

Meine Schülerinnen und Schüler sahen zunächst viel an die Tafel. Aber das sollten und durften sie. Mit der Zeit notierte ich immer weniger Buchstaben an. Schnell gewannen die Schüler an Sicherheit und auch ich war mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

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