seit oder seid

Seit ist mit Zeit verwandt, seid mit sind.

 

Der Empfang der lieben Tante

___________ herzlich willkommen! ___________ ihr gut gereist? ___________ wann ___________ ihr unterwegs? ___________ sieben Uhr morgens. Wie nett, dass ihr alle an den Bahnhof gekommen ___________!

Ei, Kinder, wie ___________ ihr gewachsen! ___________ wann haben wir einander nicht mehr gesehen? Ich glaube, ___________ Weihnachten. Aber ___________ so gut und kommt jetzt! Susi, Max, ___________ so freundlich und tragt der Tante und dem Onkel die Pakete und Taschen ins Auto!

Wie? Ihr ___________ mit dem Auto zum Bahnhof gefahren? ___________ wann habt ihr denn einen Wagen? Erst ___________ einem Monat. Aber ___________ jetzt so gut und steigt ein! Kinder, ihr könnt zu Fuß gehen! ___________ wir das Vehikel haben, ___________ ihr bequem geworden. Sehr wahrscheinlich ___________ ihr sogar vor uns zu Hause! Das ist bei diesem Verkehr leicht möglich.

Kommentar
21.02.2018 | Birgitta Troger | Mutter
Danke für den wunderschönen Bericht ! Es gehört schon viel Mut dazu, so eine weite Reise ins Ungewisse zu machen. Das Ausbessern der Wege hat mir sehr imponiert, denn die Wege sind auch etwas Soziales und ermöglichen vielen Menschen, im Leben weiterzukommen. Tausend Dank für die Beglückung, die ich durch den Bericht fühlte und alles Gute, für jetzt und später!
06.06.2019 | Wolfgang Debus | ehemaliger Klassenlehrer
abgesehen von einem kleinen Fehler am Schluss: es sind nicht 263 Reiskörner sondern 2 hoch 63, (insgesamt auf dem Schachbrett fast 900 Welt-Jahresernten!), zeigt dieser Artikel nicht das fundamentale Anliegen Rudolf Steiners für diese Art der Einführung des Rechnens (und die Weiterführung in dieser Art bis in die Oberstufe!): die übliche Art zu addieren, zu subtrahieren, zu multiplizieren und zu dividieren begründet und verfestigt mit den Jahren im Menschen die Gewohnheit, Dinge zusammenzuzählen, anzuhäufen, für sich zu beanspruchen. Rudolf Steiner geht so weit, diese Gewohnheit als Ursache für Kriege zu bezeichnen. Geht man das Rechnen in der von Rudolf Steiner (in verschiedenen pädagogischen Vorträgen) angeregten Weise an, fördert es nicht nur die Kreativität und die Lebendigkeit des Unterrichts, es entwickelt im Menschen Freigiebigkeit und Sozialfähigkeit, statt Habsucht und Egoismus. (bei Ernst Bindel und in Helmut Neuffers "Zum Unterricht des Klassenlehrers an der Waldorfschule" findet man weitere wertvolle Hinweise zur Unterrichtspraxis). Deshalb kann auch der Satz im zweiten Abschnitt dieses Artikels: "Am Anfang steht nicht nicht die Aufgabe sondern das Ergebnis..." zu einem Missverständnis führen. Denn es ist ja gerade die Summe, die am Anfang vorhanden ist, und die uns die Aufgabe stellt, im Ergebnis optimal aufgeteilt zu werden. Als Nicht-Waldorfschüler und Mathematiker habe ich zwei Durchgänge und immer wieder neue Beschäftigung mit dem Thema gebraucht, um die Bedeutung dieser lebensnotwendigen Veränderung in unserem Rechnen wenigstens einigermaßen theoretisch zu erfassen. Die praktische Umsetzung ist dann noch ein ganz anderer Schritt. Sorry, Herr Häberlen, ich wollte Ihr verdientes Lob zu diesem Artikel nicht schmälern, das Sie schon alleine deshalb verdienen, weil Sie damit ein wichtiges Unterrichtsthema und dessen Weiterführung über die ersten Klassen hinaus in Erinnerung rufen.
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