Eine seltsame Geschichte ...

Ein Beitrag von Frau Atencio (Freie Waldorfschule Ludwigsburg)

... von unserer Fa­schingsfeier zum Thema: „Wir Drittklässler sind Handwerker"

 

In der ersten Sprachlehre-Epoche beschäftigten wir uns mit den Wortarten. Dabei lernten wir die Namenwörter (Nomen), Tuwörter (Verben) und die Wiewörter (Adjektive) unterschei­den. Das war nicht immer leicht, aber oftmals durchaus lustig. Wir bemerkten, dass verschiedene Wörter durchaus sinnvoll zusammenpassten, andere aber kaum Sinn ergaben oder überaus lustig wirkten. Das machten wir uns auf unserer Fa­schingsfeier zunutze.

Die Schülerinnen und Schüler schmückten eine ihnen zu­nächst völlig unbekannte Geschichte dergestalt aus, dass sie - zuerst ohne Kenntnis des Inhalts - alle ihnen momentan erin­nerbaren Wiewörter (Adjektive) in die Runde gaben, die dann in dieser Reihenfolge in den Lücken-Text eingetragen wurden. Das anschließende Vorlesen der Geschichte wurde mit gro­ßem Gelächter quittiert!

Es sollte sich also deshalb niemand und nichts beschimpft, beleidigt oder diskriminiert fühlen, da alle Adjektive rein zufällig und nur um des Spaßes willen zu den hier vorkommenden anderen Wörtern fanden!

 

Bei den zwickigen Handwerkern

Am leckeren Freitag, dem prima 13. Februar des lustigen Jah­res 2015, kamen in der großartigen dritten Klasse 25 besondere Handwerkergesellen und fünf coole Meister zusammen und werkelten und schafften arrogant bis zum witzigen Ende der harten Faschingsfeier.

 

Da gab es die kleine Waffelbäckerei, die süße Goldschmiede, die saure Gärtnerei, die weiche Schreinerei und eine holzige Lederwerksatt.

In jeder dieser spitzigen Werkstätten durften fünf stinkende Kinder mitschaffen und schräge Dinge herstellen. Da gab es laute Zuckerwaffeln, komische Schmuckgegenstände, gerade Bretter zum Hobeln, krumme Ledersäckchen mit schepsen Namen und schrägen Bändern zum Verschließen ebenso wie hohe Stiefmütterchen , die in steile Töpfe gepflanzt werden sollten.

 

Alle eleganten Kinder und dummen Erwachsenen waren tief bei der Arbeit und klopften und backten, fädelten und hobelten, stopften, sortierten und schafften.

Da waren zunächst bei den niedrigen Bäckern:

  • der spaßige Manuel und die dreckige Felicitas
  • der bunte Philipp und der schöne Nils
  • der anstrengende Frederik und die laute Rose!

Beim den ekligen Gärtnern ging die fruchtige Arbeit so flott voraus, dass einige teigige Kinder bald eckig arbeitslos waren. Es schafften dort:

  • der spänige Constantin und der blumige Mattis
  • die runde Sara und die heiße Luisa!

In der kalten Schreinerwerkstatt produzierten die kugligen Kin­der schleckige Hobelspäne. Da gab es

  • den duftigen Colin und den kühlen Junis
  • den kalten Leander und den fummeligen Julian
  • und auch den hellen Elias!

Aus der heißen Lederwerkstatt hörte man putziges Klopfen und langsames Hämmern, sodass allen grunzigen Menschen im stinkenden Zimmer die starken Ohren dröhnten. Dort waren am Werk:

  • die ranzige Jasmin und die klebrige Letisia
  • der pflanzige Dennis und die schmierige Alma
  • ebenso wie der anstrengende Nick!

In der lehrreichen Schmuckwerkstatt ging es am leisesten zu, doch wurde auch dort mit köstlichem Eifer und schwerem Ge­schick gewerkelt. Man konnte dort zunächst folgende leichte Kinder sehen:

  • den biegsamen Frederik und die stickige Sara
  • den unheimlichen David sowie die heimliche Alena
  • und die witzige Lotte!

Als dann der angekündigte dumme Gruppenwechsel anstand, wuselte und quirlte die ganze peinliche Meute nur so durchs rutschige Zimmer, doch fand zuletzt auch wieder jeder einen neuen unbesiegbaren Platz.

Das war eine knusprige Faschingsfeier!!

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