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Ein Beitrag von Jens Olaf Bodemann (Freie Waldorfschule Jena)

Nathalie beteuerte, sie habe am Freitag  gründlich die Klasse ausgefegt. Auf die Frage, wie es dann komme, dass unter manchen Bänken noch Schnipsel herumlägen, antwortete sie, die müsse jemand nachher hingeworfen haben. Als sie den Besen in die Ecke gestellt habe, sei jedenfalls alles sauber gewesen.

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Der Lehrer fragte Johann, ob er nicht wisse, dass die Hausaufgaben zu Hause und nicht in der Schule zu erledigen seien. Sie würden nicht umsonst Hausaufgaben heißen. Johann meinte, er habe immer gedacht, man müsse sie im Haus machen und nicht in der Straßenbahn. Jedoch sei er immer unsicher gewesen, ob das auch für das Wartehäuschen der Straßenbahn gelte.

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Der Zeuge erzählte, der Mann sei an der Dachrinne empor geklettert, habe sich über die Balkonbrüstung geschwungen und habe dann die Balkontür aufgebrochen. Der Richter fragte, was er noch gesehen habe. Der Zeuge fuhr fort, dass es in dem Zimmer zunächst dunkel gewesen sei, dass dann aber der Lichtschein einer Taschenlampe aufgeflackert sei.

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Klaus-Dieter sagt zu Heidemarie, dass er Schokoladeneis über alles liebe. Sie entgegnete, dass sie Zitroneneis bevorzuge, weil das irgendwie frischer schmecke. Dann fragte Klaus-Dieter, ob er sie einladen dürfe, was Heidemarie dankend ablehnte, weil sie gerade faste. Sie  lasse sich auch auf keinen Fall überreden. Klaus- Dieter meinte, das mache nichts, er habe sowieso nur 3 Euro in der Tasche, die würden gerade für sein Schokoladeneis reichen. Dann fragte er noch, ob sie ihn etwa dick finde.

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Ursula verriet ihr Geheimrezept für Frikadellen: Sie nehme immer mageres Hackfleisch vom Schwein. Noch bevor sie mit dem Würzen beginne, weiche sie Brötchen in warmem Wasser ein. Dann schäle sie eine mittelgroße Zwiebel und eine oder zwei Knoblauchzehen. Sie salze dann das Hackfleisch und gebe Pfeffer, Kümmel, fein geschnittene Zwiebel sowie den Knoblauch hinzu. Dann zerdrücke sie das eingeweichte Brötchen und gebe es ebenfalls zu der Masse. Schließlich knete sie alles kräftig durch, und forme Bällchen, die sie in Paniermehl wälze. Zum Schluss brate sie die Fleischbällchen langsam durch.

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Peter fragte Heidi, ob sie heute mit ins Kino komme. Als sie antwortete, sie müsse zur Musikschule und welcher Film überhaupt laufe, huschte ein bedauerndes Lächeln über ihr Gesicht. Sie beeilte sich zu sagen, dass sie aber morgen gern mitkommen wolle. Er entgegnete heiser, es komme „Die Flucht aus der Karibik" und sie würde ihm eine große Freude machen, wenn sie mitkäme. 

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