Indikativ - Konjunktiv I - Konjunktiv II - „würde"-Form

Konjunktiv - Indikativ

Tom hat gestern Abend 20 Seiten in seinem Buch gelesen.

 

Tom hat wirklich 20 Seiten in seinem Buch gelesen;
deshalb nimmt man die Wirklichkeitsform". Sie kommt durch den

Indikativ,

zum Ausdruck.

Frida behauptet, sie habe gestern Abend 30 Seiten in ihrem Buch gelesen.

Ob Frida wirklich 30 Seiten gelesen hat, weiß man nicht so genau;
aber es wäre möglich. Um diese Ungewissheit auszudrücken, benutzt man die „Möglichkeitsform",

den Konjunktiv.

 

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Beim Konjunktiv unterscheidet man zwei Formen:

den Konjunktiv I und den Konjunktiv II.

 

Konjunktiv I

Frida behauptet, sie habe gestern Abend 30 Seiten in ihrem Buch gelesen.

Mit dem Konjunktiv I wird
ganz neutral
ein Sachverhalt wiedergegeben.
Er kann stimmen oder auch nicht.

 

Konjunktiv II

Frida behauptet, sie hätte gestern Abend 30 Seiten in ihrem Buch gelesen.

Mit dem Konjunktiv II drückt der Sprecher
erheblichen Zweifel
am Wahrheitsgehalt der Aussage aus.

 

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Umgangssprache

In der Umgangssprache wird der Konjunktiv I heute nur noch selten verwendet und wird meist durch den Indikativ ersetzt:

Er hat gesagt, dass er ins Theater geht.

anstatt

Er sagte, dass er ins Theater gehe.

 

Für den Konjunktiv II wird in der Umgangssprache meist die „würde"-Form verwendet:

Er hat gesagt, dass er ins Theater gehen würde.

anstatt

Er sagte, dass er ins Theater ginge.

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