Zur Begrüßung meiner Klasse auf der Bühne am ersten Schultag

Ein Beitrag von Christiane Sattler, Odilienschule Mannheim (Förderschule/Erziehungshilfe)

Ich stellte verkleidet (alte Jacke, Schutzbrille in der Hand, große Streichhölzer in der Brusttasche,schwarzer löchriger Hut u.s.w.) mit diesem Gedicht die kommende Chemieepoche vor.

 

Liebe Schüler, gebt gut acht,
Was ihr in der Siebten macht!
Wieder sind es viele Sachen,
Mal zum Staunen, mal zum Lachen.
Morgen früh, so denkt euch bloss,
Geht es gleich gefährlich los.
Wir werden hier ein Feuer machen,
Es wird rauchen, brennen, prasseln.
In CHEMIE, dem neuen Fach
Werden Experimente gemacht.
Und ihr bemerkt es sicher bald,
CHEMIE ist dort, wo´s stinkt und knallt!

Es gilt nun kühlen Kopf bewahren,
Damit´s nicht kommt zu großem Schaden.
Denn schließlich wollen wir verstehn,
Was wir mit Ohren hör´n - mit Augen seh´n.
Freut euch auf die neue Wissenschaft,
Sie steckt voller Wandlungskraft!

Nun geht hinaus in die Natur,
Und geht Brennbarem auf die Spur.
Jeder bringe etwas mit,
Lauft und sucht, das hält euch fit.
Wir brauchen Holz, Papier und dürres Laub,
Vom Sommer hängt daran vielleicht noch Blütenstaub?
Nehmt abgestorb´ne Pflanzenteile,
Tannenzapfen, Tannenzweige.
Sicher werdet ihr auch finden
Federn, Wolle, trock´ne Rinden.
Fragt den Nachbarn, jeden Mann,
Der euch was zum Feuern geben kann.
Wenn ihr viel sammelt - einen Berg,
Dann machen wir uns froh ans Werk!
Ach ja, und zieht euch alte Kleider an,
Es könnten kommen Funken dran.
Und stinken wird es auch,
Bei so viel Rauch!

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