Funktionsweise einer Öllampe

Die allerersten Lampen füllte man mit Talg - also mit Tierfetten. Man nahm vornehmlich das Fett geschlachteter Rinder und Schafe. Talg ist Körperfett, das eine gelblich-weiße Färbung aufweist. Die Lampen bestanden zunächst aus flachen Steinschalen und hatten am Rand eine kleine Rinne für den Docht. Als Dochte benutzte man zunächst Pflanzenfasern, später auch Stoffreste. Solche Schalenlampen wurden in gewissen Regionen schon vor etwa 10.000 Jahren benutzt.

Viele Jahrhunderte entwickelte sich dieser Lampentyp kaum weiter, auch wenn verschiedene Brennstoffe und Gehäuseformen aus Ton und Stein auftauchten. Eine wesentliche Verbesserung wurde durch die Verwendung von Pflanzenölen möglich. Bei den Römern wurden Öllampen zum Massenprodukt. Öllampen sind älter als Kerzen. Hinweise auf Kerzen gibt es erst für das 1. Jahrhundert n. Chr. Aber auch Jahrhunderte später waren Kerzen noch immer kostspieliger als Öllampen.

Das Öl wird am Docht bis zur Gasförmigkeit erhitzt und brennt dann oberhalb des Dochts. Deswegen „verschleißt" der Docht kaum. Bei ideal eingestellter Dochthöhe hält er über viele Lampenfüllungen Öl.

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