FRANKREICH - die Bretagne - der Nord-Westen Frankreichs

Die Landschaft

Sanft und idyllisch, wütend und polternd, atemberaubend rau, verträumt und geheimnisvoll. Dies alles sind charakteristische Merkmale der Bretagne, einer reizvollen Landschaft im äußersten Westen unseres Kontinents.

Bedingt durch das Meer erlebte die Bretagne eine äußerst wechselvolle Geschichte, wurden doch schon seit grauer Vorzeit die Menschen von ihr wie magisch angezogen. Da sind die Steinalleen von Carnac, die Dolmen und prähistorischen Fürstengräber am Golf von Morbihan, die Menhire, die einfach so in der Landschaft stehen.

Uralte Städte wie Vannes und Rennes, Quimper, St. Malo, Vitré und Fougères künden mit ihren trutzigen Schlossbauten von einer langen, kämpferischen Vergangenheit, denn schon seit den Zeiten der Kelten wurde die Halbinsel immer wieder von neuen Eroberern besiedelt, die natürlich alle ihre Spuren hinterließen.

Britannien und Bretagne

Die Gallier nannten die heutige Bretagne ursprünglich Aremorica. Das kommt aus dem Keltischen und heißt so viel wie Land am Meer. Bei den Römer trug der römisch besetzte Teil Großbritanniens den Namen Brit(t)annia. Nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches wanderten viele britannische Kelten von ihrer Insel nach Aremorica aus und verdrängten im Laufe der Zeit die dort herrschende, schon weitgehend romanisierte Kultur. Somit geriet auch der ursprüngliche Name ihrer Heimat fast in Vergessenheit.

Nun gab es also zwei Britannien: das ursprüngliche, große Britannien auf der Insel und das kleine Britannien auf dem Festland. Diese Darstellung ist zwar stark vereinfacht, aber sie lässt uns verstehen, wie Großbritannien zum Zusatz groß kam.

 

Leuchttürme in der Brandung des Atlantiks