Nominalisierte Verben (eine 3-schrittige Übungsreihe) 5. Klasse

Ein Beitrag von Gerd Kellermann (Dozent am Institut für Waldorfpädagogik in Witten-Annen)

 

Nominalisierte Verben werden groß geschrieben

Der Erkenntnis und Übungsphase ging eine Sensibilisierung anhand von zwei kontrastierenden Texten voraus, in denen die Schüler auf das Problem und die stilistischen Unterschiede aufmerksam gemacht wurden.

 

Der Epochenhefttext entsteht im Gespräch mit den Schülern während der Übungsphasen 1 und 2. Die Terminologie muss an die Vorkenntnisse der Schüler angepasst werden.

Epochenhefteintrag:

 

 Verben werden zu Nomen - Regeln

 

  • Verben sind Wörter, die beschreiben, was passiert.
    Sie werden fast immer von einem persönlichen Fürwort begleitet.
  • Die Regel, dass Verben immer klein geschrieben werden müssen wir etwas verdeutlichen:
    Verben schreibt man im Prädikat klein.
  • In der Grundform Infinitiv können sie zum Nomen werden.
  • Verben, die als Nomen gebraucht werden, schreibt man groß.
     

Ein nominalisiertes Verb erkennen:

  • Ob ein Verb ein Nomen geworden ist erkennen wir am Nomenmacher erkennen wir am Nomenmacher

 

Nomenmacher können sein:

a.       ein Artikel

b.       ein versteckter Artikel in einer Präposition

c.        ein besitzanzeigendes Pronomen (Possessivpronomen) 

 

Achtung:

  • Zwischen dem Nomenmacher und dem Nomen können ein (oder mehrere) Adjektive stehen!
  • Ein unbestimmter Artikel wird oft weggelassen. Da können wir uns fragen, ob ein Artikel stehen könnte

 

Noch eine Methode

  • Jeder Satz hat nur ein Prädikat. Das Verb im Prädikat wird klein geschrieben. In allen anderen Satzgliedern können nur nominalisierte Verben vorkommen und als Nomen müssen sie groß geschrieben werden.

 

In der folgenden Word-Datei finden Sie den weiteren Übungsweg.

Nominalisierte Verben (eine 3-schrittige Übungsreihe)

 

Fragen, Rückmeldungen, Anregungen und Kritik erwünscht:

Gerd Kellermann