Der Gang durch die Naturreiche beginnt in der Waldorfschule im 4. Schuljahr beim Menschen selbst, um dann abwärts zu steigen in das Tierreich. Im 5. Schuljahr gehen wir weiter ins Pflanzenreich und im 6. Schuljahr kommen wir an im Mineralreich.
Dieser Weg will anschließen an die seelische Situation der Kinder in diesem Lebensalter: Die Tiere sind uns empfindungsgemäß ganz nah, manche wollen wir sogar streicheln und in den Arm nehmen. Auch die Pflanzen können wir lieb haben, aber wir sind ihnen nicht mehr ganz so nahe. Man stelle sich zum Beispiel die Frage, wie viele Tier- und Pflanzennamen man kennt. Die meisten Menschen werden viel mehr Tiere kennen. Die Tierwelt liegt uns seelisch näher.
Das Mineralreich ist uns seelisch noch ferner: Wie viele Gesteinsarten kennen Sie?
Nachdem wir bei den Naturreichen im 6. Schuljahr ganz unten angelangt sind, spiegeln wir das Mineralische, indem wir im 7. Schuljahr den Blick zu den Sternen richten.
Im 8. Schuljahr schließen wir den Kreis und kommen wir wieder bei uns selbst - dem Menschen - an.
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