Einführung der ersten Gleichungen

Ein Beitrag von Marcus Kraneburg (Freie Waldorfschule Freiburg St. Georgen)

Eine Rechenaufgabe ist immer dann richtig, wenn auf beiden Seiten des Gleichheitszeichens derselbe Wert zu finden ist. Ein Urbild hierfür ist die Waage. Nur wenn sich in der rechten und linken Waagschale die gleichen Gewichte befinden, ist eine Waage im Gleichgewicht.

Von diesem Urbild ausgehend bastelte ich mir eine einfache Waage, indem ich mir aus dem Baumarkt einen Besenstil besorgte und an beiden Seiten eine Schale befestigte. In Ermangelung geeigneter Schalen nahm ich zwei gleich große Topfdeckel. Die Vertiefung sollte nicht zu groß sein, damit später alle Kinder die Gewichte von ihrem Platz aus sehen können – denn darauf kommt es an.

Die selbst konstruierte Waage sollte lediglich den Rechenvorgang verdeutlichen und nicht wirklich wiegen. Als Gewichte nahmen wir nämlich Eicheln und die waren natürlich nicht gleich schwer. Daher hielt ich den Besenstil in der Mitte fest und bewegte ihn entsprechend der Gewichte.

 

 

Folgende Frage galt es nun von der Klasse zu klären:

Wenn beispielsweise in der einen Schale 5 Eicheln liegen und in der anderen nur 2, wie viele Eicheln muss man zu den zweien dazulegen, damit sich am Ende beide Seiten im Gleichgewicht befinden?

Die Rechnung lautet also:
5 = 2 + _____

Es lohnt sich, diese Übung an mehren aufeinanderfolgenden Tagen zu machen, sodass sich das Bild tief verankern kann. Mit den unterschiedlichsten Aufgaben wurde immer wieder der Gleichgewichtszustand hergestellt.

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