Die Goldene Brücke

Zwei Kinder, die „Sonnenkind“ und „Mondenkind“ genannt werden, bilden eine Brücke: sie fassen sich an den Händen und heben die Arme hoch. Die anderen Kinder bilden eine Reihe und legen beide Hände auf die Schultern des Vordermanns. So ziehen sie unter der Brücke hindurch.

 

 

Alle singen folgendes Lied (Melodie vgl. Video Die Goldene Brücke):

Ziehe durch, ziehe durch,
durch die goldne Brücke,
sie ist entzwei, sie ist entzwei,

wir wolln sie wieder flicken,
mit was denn, mit was denn,
mit Steinerlein, mit Beinerlein,

der erste nicht, der zweite nicht, der dritte, der bleibt stehn.

 

Auf „stehn“ senken die beiden Brückenspieler die Arme und fangen das Kind, das gerade unter der Brücke hindurchgeht.

Wer gefangen wird, muss sich abwechselnd hinter einen der beiden Brückenspieler stellen. Ist keiner mehr übrig oder sind genügend Kinder gefangen, wird ein Strich gezogen und die beiden Parteien versuchen, die andere auf ihre Seite zu ziehen.

Hintergrund:

Die goldene Brücke kann als Symbol für das goldene Zeitalter der Menschheit gesehen werden. Solares und lunares Prinzip bekämpften sich im alten Persien. Wenn die Brücke entzweibricht, endet diese goldene Zeit und der Mensch ist zunehmend auf sich gestellt. Mit „Steinerlein“ und „Beinerlein“ will er sie flicken, also mit Erdhaftem, mit physischer Materie und dazu braucht er seine Gliedmaßen (vgl. Rudolf Kischnick: Was die Kinder spielen. 250 Bewegungsspiele für Kinder. Verlag Freies Geistesleben).

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