Das Martinsspiel der 6. Klasse

Ein Beitrag von Irmela Griem (Freie Waldorfschule Benefeld)

 

Kommen die Schüler bei uns in die 6. Klasse, wissen sie schon, welche besondere Aufgabe nun auf sie wartet. Jetzt sind sie nämlich dran das Martinsspiel, das seit den Siebzigerjahren in Benefeld aufgeführt wird, einzustudieren und dann um Sankt Martin herum den jüngeren Schülern zu schenken. Es wurde 1972 von L. Dolws, einem ehemaligen Lehrer der Schule geschrieben.

In unserem Fall hieß das, schon bald nach den Sommerferien das ganze Spiel in unsere Lieder- und Gedichtsbücher einzutragen. Danach lernten alle alles im gemeinsamen Tun auswendig: Alle Rollen wurden von jedem gekonnt und alle Lieder, die das Spiel begleiten natürlich auch. Gleichzeitig begann im Musikunterricht das Einstudieren der Lieder mit den verschiedenen Instrumenten wie Geige, Cello, Trompete, Posaune, Querflöte, Klavier, Glockenspiel, C-Flöte. Parallel dazu wurden in den Malstunden die aufwendigen Pentagondodekaeder-Laternen, bei denen zehn Seiten fein geometrisch gestaltet werden, gearbeitet. Erst recht kurz vor dem Aufführungstermin entschied sich, wer endgültig welche Rolle übernehmen sollte. Nun wurden Kostüme anprobiert, passendes Schuhwerk organisiert, Holzschwerte mitgebracht sowie weitere Requisiten. Am Aufführungstag, 13. November 2015 war uns das Wetter allen Prognosen zum Trotz gnädig gesonnen und so konnte die 6. Klasse den Laternenumzug unterstützt von einer Flötengruppe und vom Bläserkreis durch das Schulgebäude und auf dem Schulgelände anführen.

Durch ein Laternenspalier der 6. Klasse zog die Menschenschar in die Festhalle und konnte nun wie jedes Jahr das Martinsspiel erleben. Wieder begleitet von Laternen, Musik und Gesang wurden danach alle in den dunklen Abend verabschiedet. Nun begann es zu stürmen und zu regnen.

Die intensive Vorbereitung des Martinsspiels war eine bereichernde Erfahrung für die Sechstklässler, die sich von vielen helfenden Händen getragen fühlen konnten, dafür sei Dank!

Fotos: Regina Brandes

 

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