Linolschnitte - Alte Technik neu gesehen

Ein Beitrag von Marlies Blauth

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit den Hochdrucktechniken Holzschnitt und Linolschnitt. Dabei stellte sich des öfteren die Frage, wie alte Reproduktionstechniken, die als solche heutzutage eigentlich nicht mehr gebraucht werden (denn es gibt die Fotografie, den Digitaldruck und einige Möglichkeiten mehr), "überleben" können, ohne anachronistisch zu wirken.

Und da kam mir ein noch
älteres Prinzip in den Sinn,
der so genannte Zeugdruck:
Mit kleinen Druckstöcken (Modeln)
wurden Stoffe bedruckt,
und zwar mit der Hand,
denn eine Druckpresse gab
es damals noch nicht.

Also: Formen werden
wiederholt und bilden
eine Fläche, die Variationsbreite
einer Urform wird deutlich,
es entstehen Unikate statt
Auflagendrucken.

Meine Druckstöcke schneide
ich aus Linoleum (das ist natürlich
mit seinen 150 Jahren ein
vergleichsweise "neues" Material),
da es den Handdruck auf
festen Materialien leichter macht.

Wer also beim Stichwort
Linolschnitte an die üblichen
Ergebnisse aus dem Schulunterricht
oder bestenfalls aus Zeiten des
Expressionismus denkt, möge sich
meine Homepage ansehen und
sich anregen lassen:

http://helixp.kulturserver-nrw.de

Ich gebe gern nähere Auskunft zu meiner Arbeitsweise.

 

Marlies Blauth, Tel. 02159 - 50442

e-mail: blauth.helix@t-online.de

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